Zoltán Bartók
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Donnerstag, 27. Oktober 2011
Azazel & Zoltán
Bartók Senior gefiel, was er sah. Zufrieden blickte er zu seinem Spiegelbild , während er sich seine Fliege band und danach seinen Kragen richtete. Bald, schon in sehr naher Zukunft wäre er nicht mehr nur ein kleines politisches Licht in einem belanglosen Binnenstaat. Der Weg zur Macht mochte zwar steil und schmutzig sein - in Zoltáns Fall vor allem schmutzig - doch er lohnte sich. Man sah ihn als neuen starken Mann Ungarns und dabei war dem Großteil der Zauberergemeinschaft noch nicht einmal bewusst, wie stark. Schließlich hatte er nicht nur vor, lediglich Ungarn zu einem stabilen staatlichen Gebilde zu formen, sondern zu einer unbedingten Vormachtstellung im Balkan. Und selbst dies war nur ein weiterer Schritt eines perfiden Planes, die Schwarzmagier Mittel- und Osteuropas unter einem Banner zu vereinen. Die großartige Laune jedoch, die den Ungar am heutigen Tag derartig strahlen ließ, war eine Nachricht, die ihn gegen Mittag erreicht hatte. Der amtierende Präsident der ungarischen Zaubererrepublik war am Morgen mit einem Schlaganfall ins Krankenhaus eingeliefert worden. Sein alter Freund, dem er zum Dank für seine jahrelange Unterstützung seit Monaten die Blutgefäße mit einem teuflischen Gift marode werden ließ, generiert und produziert von seiner geliebten Ehefrau höchstpersönlich, musste somit auf unbestimmte Zeit abdanken. Die Wahlen wurden auf Mitte Dezember gelegt. Der Plan funktionierte.
Es war dabei eher Zufall, dass ausgerechnet heute sein Freund Azazel zum Abendessen erscheinen würde. Dementsprechend gäbe es nicht nur sie selbst zu feiern, sondern auch die ebenso positive Entwicklung. Schließlich musste selbst Mr. Muldoon auf einflussreiche Kontakte setzen, die ihn auch tatkräftig bei seinen eigenen Vorhaben unterstützten. Dabei war es für Zoltán Ehrensache seinen alten Todesserkollegen mit Inbrunst unter die Arme zu greifen, denn nichts war ihm mehr verhasst als dieses liberale Großbritannien, das damals seinen Großmeister Lord Voldemort zu Fall gebracht hatte. Es wurde höchste Zeit, Rache zu nehmen und dementsprechend würde er Azazel, der genau der richtige Mann in seinen Augen dafür zu sein schien - skrupellos und genial - verbunden sein. Zoltán sah daran lediglich einen Riesenspaß, fühlte er sich doch durch die netten Konfrontationen mit dem Orden des Phoenix und Auroren wieder in seine Jugend zurück versetzt. Dabei war er so überheblich genug von sich selbst zu glauben, unverletzbar zu sein. Sein letztes Duell mit einer Aurorin, das er im Rahmen seines letzten Ausfluges mit Azazel bestritten hatte, bestärkte ihn nur in diesem Glauben. Wer wohl diese Aurorin gewesen sei? Vielleicht sollte er ihr Blumen schicken? Ein kleiner, Vorbote ihres baldigen Todes.
Mit einem Blick auf die Uhr stellte Bartók Senior fest, dass es Zeit wurde, runter zum Salon zu gehen und dort auf das Eintreffen Mr. Muldoons zu warten. Susan, seine königlich schöne Frau, scheuchte als Hausherrin bereits die Hauselfen hin und her, damit auch alles perfekt werde. Er selbst hatte zumindest schon ein paar Flaschen Wein seiner besten Jahrgänge vorbereitet. Für seinen alten Freund war ihm kein Tropfen kostbar genug.
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| 15.11.2009 23:58 |
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Azazel Muldoon
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Donnerstag, 27. Oktober 2011
Azazel & Zoltán
Schon fast lautlos fuhr die schwarze Limousine über den dunklen Nachthimmel von Ungarn. Für die Menschen war sie nicht zu sehen und selbst ein Magier musste sich anstrengend um das schwarze Gefährt am schwarzen Himmel zu erkennen. Der Fahrer dieses Gefährtes spielt in diesem Moment keine Rolle, er war eine leicht zu ersetzende Nebenfigur, dessen alleinige Existenz, in diesen Moment genug Information war. Viel mehr interessiert uns der Mann der auf dem Rücksitz dieses Fahrzeuges saß und gerade eine Akte bearbeitet hatte und diese zufrieden auf den leeren Sitz neben ihn packte. Es war der Inhalt dieser Akte, die den Mann das erste Lächeln entlockte. So war es ein Bericht über eine magische Tierart, die so selten ist, dass die meisten Magier sie für eine Legende hielten. Ein Hirngespinst von Magiern und ängstlichen Menschen, selbst der Leiter der Abteilung zur Führung und Aufsicht magischer Geschöpfe hatte diese magischen Wesen nur einmal in seinem Leben treffen können. Sie waren scheue und zugleich auch furchterregende Wesen gewesen, die aufgrund ihrer besonderen Fähigkeiten perfekte Diener für die Todesser wären. Der Mann muss nur schauen ob er es schafft diese Wesen auf seine Seite zu ziehen, so waren sie doch Außenseiter, die sich nur selten den anderen intelligenten Wesen zeigten, weshalb nur sehr wenig über diese Wesen bekannt war. Der Mann im Wagen freute sich schon auf das Treffen mit diesen Wesen und wer weiß, vielleicht würde er sein Assistent Loki Macnair mitnehmen. Der junge Mann war ein fähiger Magier gewesen und ein Treffen mit diesen Wesen, die noch gefährlicher waren als ein Drache oder ein Dementor, würde ihn sicher Spaß machen.
Jedoch war dies ein Thema über das er sich später noch Gedanken machen konnte. Nun gab es erfreulichere Dinge, denen er sich zuwenden konnte. Ein kurzer Blick aus dem Fenster des schwarzen Wagens zeigte den Ministeriumsarbeiter, dass er mitten über Ungarn war. Wieder schmückte ein kurzes Lächeln seine Lippen, so war Ungarn doch ein Land, das er fast so sehr schätzte wie England. Schließlich hatte er in diesem Land seine damalige Frau Linda kennen gelernt und verband somit viele wunderschöne Erinnerungen mit diesem Land. Und nun war er wieder einmal in diesen Land, dieses Mal jedoch um einen alten Freund zu besuchen. Einen Mann, der dass Zeug dazu hatte ganz Ost Europa zu unterwerfen. Ein Mann, der zu den fähigsten Todessern gehörte die er kannte. Zoltán Bartók war ein Mann, denn er wirklich schätzte. „Sir wir haben in 5 Minuten unser Ziel erreicht.“ „Gut.“ Antwortete der Mann der hinten im Wagen saß und zündete sich noch einen Zigarillo an und genoss den Rest der Fahrt.
Es dauerte auch nicht mehr lang und der Wagen erreichte das Anwesen der Familie Bartók. Langsam stieg der Mann aus der für ihn geöffneten Wagentür und rückte sich den Schwarzen Zaubermantel zurecht. Mit zügigen Schritten bewegte sich er auf den Eingangsbereich des Anwesens zu und klopfte kräftig gegen die Tür.
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| 18.11.2009 00:31 |
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Zoltán Bartók
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Azazel & Zoltán
Es war ein doch recht windiger und frischer Abend, sodass Zoltán das Kaminfeuer schüren ließ. Schließlich sollte doch für ihren hohen Besuch alles perfekt sein. Ein letztes Mal kontrollierte Susan persönlich die polierten kostbaren Kristallpokale und das Silberbesteck. In wirklich wichtigen Belangen reichte es eben nicht aus, sich auf die Arbeitsmoral ihrer Hauselfen zu verlassen, auch wenn diese mittlerweile nur zu genau wussten, was die Bartóks von ihnen erwarteten - Perfektion. Ein letztes Mal wagte sie einen Blick in den Spiegel. Ihr langes ebenholzfarbenes Haar fiel ihr sanft über die Schultern und umschmeichelte zusammen mit einer edlen Perlenkette ihr Dekolleté. In ihrem eng anliegenden schwarzen Abendkleid sah sie einfach hinreißend aus und trotz ihrer 45 Jahre war sie eine Schönheit wie eh und je. Ihre kühlen blauen Augen, die ihr Sohn von ihr offensichtlich geerbt hatte, beobachten wachsam die Umgebung.
„Bist du bereit, meine Liebe?“, fragte Zoltán seine Ehefrau, die lediglich mit einem leichten Lächeln auf den Lippen seine Frage bejahte. Sie hatte schon immer viel von Azazel gehalten und gerade weil sie sich seit einer Ewigkeit nicht gesehen hatten, freute sie sich umso mehr auf ein Wiedersehen. Ihr Mann und sie hatten viel zu lange auf seine Anwesenheit verzichten müssen. Natürlich hatte sie Zoltán bereits von Mr. Muldoons großen Plänen berichtet und seiner neuen Rolle in der Todesserbewegung. Für sie stand es außer Frage, ihn ebenso wie Lord Voldemort damals bedingungslos zu unterstützen. Das Gespräch am heutigen Abend würde mit Sicherheit interessant werden.
Die Kerzen illuminierten den großzügig ausgestatteten Salon mit einer großen, einladend gedeckten Tafel aus dunklem Mahagoniholz und gepolsterten Stühlen überzogen mit kostbarer, grüner italienischen Seide. Von allem besaß Zoltán nur das Beste, er mochte keine halben Sachen. Über dem Kamin hing ein Portrait von Baltazár Antal Bartók , dem bisher mächtigsten Bartók und Tyrann über Ungarn gegen Ende des 14. Jahrhunderts und der auch dieses kleine Schloss erbaut hatte. Mittlerweile waren zwar etliche Renovierungen an dem Gebäude vorgenommen worden, aber der mittelalterliche Charme war stets erhalten geblieben.
Pünktlich zur verabredeten Zeit, klopfte es deutlich vernehmbar an die Tür. Es zeugte von Respekt, dass Azazel sie nicht unnötig warten ließ. Ein dürrer, fahlhäutiger Butler öffnete Mr. Muldoon mit einer tiefen Verbeugung die Tür und wies ihm dann zu folgen. Er war stumm und somit lediglich fähig mit Gesten sich verständlich zu machen. Im Salon empfing ihn das Ehepaar Bartók. „Ah, Azazel, mein Freund. Herzlich willkommen“, begrüße Zoltán seinen alten Freund mit einem breiten Lächeln und einem kräftigen Händedruck, bevor er ihm kurz freundschaftlich auf die Schulter klopfte. „Susan und mich freut es außerordentlich, dich endlich einmal wieder als Gast bei uns begrüßen zu dürfen. Vielleicht vor dem Essen einen kleinen Aperitif? Pastis oder Sherry?“, bot Zoltán an und blickte dann zu seiner Frau, die nun ebenfalls Azazel die Hand reichte. „Guten Abend. Wir fühlen uns geehrt, dass du uns mal wieder besuchst. Es ist schon lange her, als wir uns das letzte Mal gesehen haben. Ich hoffe, dir geht es gut und du hattest eine gute Reise?“, fragte sie ihn mit einem sanften Lächeln und blickte ihn aufmerksam dabei an. Der Butler hatte sich mittlerweile dezent zurückgezogen, um die Vorspeise vorzubereiten.
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| 19.11.2009 21:32 |
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Azazel Muldoon
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Nur einen Bruchteil nach seinem klopfen öffnete sich die Tür des Bartókanwesens und einer der Bediensteten begrüßte ihn mit dem für seinen Stand üblichen Ritual. Azazel selbst schenkte den Butler nur ein kurzes anerkennendes Nicken und folgte ihm in den Salon. „ Zoltán, ich danke dir für diese Einladung in euer schönes Heim.“ Begrüßte Azazel seinen alten Freund und erwiderte den Händedruck des Ungarn. „Einen Sherry bitte.“ Antworte er auf die frage und begrüßte dann Susan. „Susan es ist schön dich zu sehen und wie ich sehe bist du seit unserem letzten Treffen kein Tag gealtert.“ Sprach der Engländer mit einem charmanten Lächeln. So kannte er doch Susan schon seit dem sie eine junge Frau war, jedoch hatte sie es geschafft sich äußerlich kaum zu verändern und die Tatsache, dass sie Mutter war sah man ihr überhaupt nicht an. Ob dies an den Genen oder an der Tatsache, dass sie eine Magierin war, war wohl ein Geheimnis, welches Azazel nie erfahren würde. Doch würde der Ministeriumsangestellte es niemals wagen Susan nach diesem Geheimnis zu fragen. „Die Reise war herrlich, ich habe mich für den Wagen entschieden, dauerte zwar ein wenig länger, doch dafür konnte ich das wunderschöne Ungarn genießen.“ Schwärmte der Todesser von dem Land. Ungarn war wirklich ein herrliches Land, für einen Mann wie Azazel. Doch egal wie sehr er dieses Land mochte, seine Heimat war England und er würde dieses verregnete Stück Land nur ungern verlassen. So war seine Familie, seit Jahrhunderten in England gewesen und gehörte zu den ältesten und auch einflussreichsten Familien Großbritanniens und diese Familienehre musste Azazel doch aufrechterhalten.
„Sag Susan wie geht es dir? Wie ich gehört habe, scheint es in Ungarn zurzeit genauso spannend zu sein wie in England. So scheint Zoltán doch gerade vor seinem großen Durchbruch zu stehen.“
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| 02.12.2009 04:16 |
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Zoltán Bartók
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Wenn man sich solch ehrgeizige Ziele wie Azazel und Zoltán setzte, dann konnte man diese niemals allein erreichen, sondern lediglich mit einem Bündnis mit Gleichgesinnten. Darüber hinaus verband die beiden Männer, dass sie beide Visionäre waren und sich bereit zeigten, auch solche Wege einzuschlagen, für die andere zu feige waren oder zu wenig entschlossen. Vermutlich verstanden sie sich auch deswegen so gut und vielleicht war auch deswegen der neue Anführer der Todesser das Risiko eingegangen, Bartók Senior in seine Identität einzuweihen. Dabei war es für Zoltán unerheblich, für welches Land Azazel nun eine Revolution plante, solange er nicht seine eigenen machtpolitischen Ziele durchkreuzte. Grundsätzlich beteiligte er sich gerne an vielversprechenden Aktionen, die seinem überaus verhassten Feind weltweit Schaden zufügten und da Azazel alles andere als ein Stümper war, einige nannten ihn sogar ein Genie, schloss er sich ihm nur zu gerne bereitwillig an.
Während Zoltán dabei als Aperitif drei Gläschen mit Sherry füllte, nahm sich solange Susan ihrem hohen Gast an. „Azazel, du alter Charmeur“ , erwiderte die Hausherrin, indem sie verlegen abwinkte und lächelte ihn dabei an. „Du hast dich ebenfalls gut gehalten“ , meinte sie und wusste es dabei durchaus zu schätzen, als er den Ausblick auf das nächtliche Ungarn lobte. „Dann musst du uns künftig noch viel öfter besuchen, damit du es auch einmal bei Tage genießen kannst. Insbesondere unsere Weinberge liefern in der Dämmerung einen wahrhaft bezaubernden Anblick. Allerdings freue ich mich ebenfalls an Halloween wieder einmal Hogwarts einen Besuch abzustatten. Das liegt ja schon eine Ewigkeit zurück. Ich nehme an, du wirst ebenfalls die Anwesenden mit deiner Gegenwart beehren?“ , fragte sie ihn und war gespannt, ob sich in all den Jahren dort viel verändert haben mochte. Zumindest bei dem Lehrpersonal schien es einen grundlegenden Wandel gegeben zu haben. Von den alten Lehrern war lediglich McGonagall noch übrig und wenn es nach Susan gegangen wäre, war die alte Hexe schon längst reif für den Sarg.
„Du bist wieder einmal überaus gut informiert, Azazel. Zoltán hat nichts dem Zufall überlassen und wenn alles gutgeht, steht die Familie Bartók Anfang des nächstens Jahres endlich einmal wieder an der Spitze der Macht. Zoltán hat schon so viele Visionen“ , schwärmte sie von ihrem Mann, während dieser nun die Gläser brachte und sie gemeinsam auf einen angenehmen Abend anstießen. Das Essen wurde kurz darauf serviert und wie in alten Zeiten, hatten sie einiges miteinander zu besprechen.
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| 02.12.2009 15:18 |
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Freitag, 28. Oktober 2011
Ein lautes Klirren zerstörte die idyllischen Morgenstunden und scheuchte ein paar Raben auf, die unweit in einer Fichte vor wenigen Sekunden noch müde gedöst hatten. Bereits aus einiger Entfernung vermochte man ein lautes Brüllen eines Mannes zu vernehmen, der nach dem Tonfall seiner Stimme vom Teufel persönlich überkommen zu sein schien. „DIESER VERDAMMTE BASTARD! WIE KANN ER ES WAGEN, MIR DERARTIG IN DEN RÜCKEN ZU FALLEN UND DIE FAMILIE ZU ENTEHREN!“ Aufgebracht tobte Zoltán Bartók durch den Salon, noch immer den Brief in seiner vor Wut zitternden Hand haltend. In seinem cholerischen Anfall hatte er seinen Bürostuhl durch das Fenster geworfen, sodass nun die Gardinen im Wind ebenso aufgebracht flatterten wie der ungarische Patriarch. „ICH WERDE IHN UMBRINGEN! DIESER UNDANKBARE, SCHWACHSINNIGE, DRECKIGE VERRÄTER!“, schrie er weiter, während seine Gesichtsfarbe mittlerweile von einem satten Rot in ein Violett gewechselt hatte. Nicht wenige seiner Konkurrenten wünschten dem Präsidentschaftskandidaten der KPU in diesem Moment einen satten Herzinfarkt an den Hals, wobei jedoch Zoltáns kräftig pumpendes Herz noch zuverlässig seinen Dienst erfüllte. Grimmig knüllte er das Pergament in seiner Hand zusammen, das die Unterschrift der Schulkameradin seines Sohnes trug und ihm am heutigen Morgen eine Nachricht übermittelte, die den Haushalt der Bartóks in hohe Aufregung versetzte. Vermutlich hätte er bei jedem anderen Absender an der Wahrheit des Inhalts gezweifelt, aber gerade weil die junge Miss Jugson einen zuverlässigen Eindruck auf Zoltán in der Vergangenheit gemacht hatte und sie sich als engste Vertraute seines Stammhalters erwies, traute er es Felan durchaus zu, sich derartig schwach zu verhalten und nur zu offenbaren, was sein Vater eigentlich schon die ganze Zeit gefürchtet hatte: sein Sohn war ein nichtsnutziger Schwächling und hatte sich von dem erstbesten Schlammblut verführen lassen.
Doch wie würde er unter Seinesgleichen dastehen, wenn herauskäme, welch schwachen Charakter sein Sohn besaß? Würde dann nicht generell an der Stärke des Hauses Bartóks gezweifelt werden? Was würde Azazel sagen? Zornig schlug Zoltán mit seiner Faust auf den Tisch, während er plötzlich eine Hand auf seiner Schulter wahrnahm. Susan hatte wie gewohnt lautlos wie ein Geist den Raum betreten und blickte nun fragend zu ihm. „Ah, Susan ...“, seufzte er augenblicklich ruhiger und wandte sich zu ihr um. „Du ahnst nicht, was für einen nichtsnutzigen Sohn wir in die Welt gesetzt haben! Diese kleine Kröte hat mich hereingelegt! Er hat versucht uns alle zu täuschen. Diese miese Kakerlake ist nur deswegen den Todessern beigetreten, um uns an der Nase herumzuführen, indem er sich angeblich der Verantwortung eines Erben seines Ranges zu stellen beabsichtigt, während er in Wahrheit mit dem Feind kooperiert! Schändlicher hätte er nicht unsere Familienehre besudeln können, aber NOCH ist es nicht zu spät, Susan. Das werde ich ihm auf keinen Fall durchgehen lassen! NIEMALS werde ich zulassen, dass ein Nichtsnutz wie er MEINEN Namen in den Dreck zieht und ich mein Gesicht verliere!“, erklärte er erbost und warf den Brief dann in das Kaminfeuer, um alle Spuren über diese unerhörte Nachricht zu vernichten. „Ich habe es ja gleich geahnt, dass er versagen würde. Dieser dämliche Nichtsnutz! Am liebsten würde ich diesen Bastard gleich von dieser muggelfreundlichen Schule nehmen und aus ihm heraus prügeln, wer dieses Insekt ist, in das er sich verliebt hat, aber das würde nur unliebsame Fragen aufwerfen. Ich muss handeln und zwar schnell ... bevor er mit dieser Geschichte auffliegt und ich den Schaden nicht mehr reparieren kann. Susan, mach dich fertig, wir werden umgehend nach Moskau reisen. Wir dürfen keine Zeit verlieren.“
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| 24.12.2009 04:13 |
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Zoltán Bartók
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Samstag, 29. Oktober 2011
TBC von: Moskau l Rest der Welt
Elaine Angier & Zoltán Bartók
Eine von Zoltán Bartóks Stärken bestand darin, dass er mit schwierigen Situationen umzugehen wusste. Wo andere zögerten, handelte er. Er war es gewohnt, schnell reagieren zu müssen und Chancen zu ergreifen, wo sich welche boten. Trotzdem hatte ihn die gestrige Nachricht aus Hogwarts kurzzeitig aus der Bahn geworfen und ihn in rasende Wut getrieben. Es war nicht so, dass er nicht schon immer von Felans innerer Schwäche gewusst hätte, doch dass sich sein eigener Sohn als Verräter erwies, ließ ihn zeitweise nur noch Rot sehen. Wie groß war da die Versuchung gewesen, umgehend nach Hogwarts zu reisen, das billige Schlammblut, das seine Familie bedrohte, in tausend Stücke zu reißen und seinen Sohn in ein dunkles Loch die nächsten dreißig Jahre zu verbannen, bis er endlich wieder zu Besinnung kam. Noch immer musste Zoltán die Hände zu Fäusten ballen, wenn er daran dachte und die Mordlust stand in seinen Augen.
Allerdings hatte er es geschafft, dieses Problem auf eine andere, viel diplomatischere Weise zu lösen, die auch keine Fragen nach einem verschwundenen Mädchen aus Hogwarts und dem Verbleib seines Sohnes nach sich ziehen würde. An sich war es auch nichts Ungewöhnliches, dass zwischen Familien seines Standes derartige Abkommen bereits zu dieser Zeit geschlossen wurden. So weit er wusste, hatten die Prochorows auch nicht gezögert, ihrem Sohn eine gute Partie mit der jungen Volkova zu sichern. Niemand würde ihn also nach seinen Motiven fragen.
Das Abkommen mit der Familie Jugson stand also, zumal diese Leute überaus sympathisch waren. Es war ein gutes Bündnis und wer konnte schließlich besser auf seinen Sohn acht geben, als jemand, der ihn schon durch und durch kannte. Zoltán jedenfalls war mit seiner Entscheidung zufrieden und Susan schien sich auch einigermaßen damit anfreunden zu können, ihren Sohn in trockenen Tüchern zu wissen. Sie war bitterlich enttäuscht von Felan und er besaß überaus großes Glück, dass sie ihn überhaupt noch zu Hause empfangen würde. Vorausgesetzt natürlich er verhielt sich am Abend des 31. Oktobers, wie es von ihm erwartet wurde. Dies würde seine letzte Chance sein.
Allerdings blieb Zoltán keine Zeit nach der gestrigen Aufregung zu verschnaufen, befand sich doch das Haus um diese frühe Stunde bereits in den Vorbereitungen. In Ungarn war es bereits eine Stunde später als in England, trotzdem hatte Elaine Angier zu einem frühen Brunch um 08:30 Uhr zugesagt. Sie schien ebenso wie er eine Frühaufsteherin zu sein. Während er selbst noch die wichtigsten Schlagzeilen des Tages im Ungarischen Zauberblatt durchging, scheuchte Susan bereits die Hauselfen durch den Salon, den die Sonne um diese Uhrzeit in ein herrliches orangenfarbenes Licht tauchte. Von dort hatte man auch einen wunderschönen Blick auf seine Weinberge, die jedoch schon längst abgeerntet waren. Zoltán rechnete damit, dass Elaine jeden Moment erscheinen würde. Bisher war sie noch nie unpünktlich gewesen. Nur eine Eigenschaft, die der Politiker an seiner Freundin schätzte.
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| 23.08.2010 13:26 |
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Elaine Angier
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~PN an Joey~
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cf ~ Der tropfende Kessel
Zoltán Bartók && Elaine Angier
Ein unangenehm schrilles und gleichzeitig leises Piepen ertönte in der Dunkelheit. Elaine hatte Mühe ihre Augen zu öffnen und für einen Moment war sie orientierungslos und hatte keine Ahnung, wo sie war. Aber nur sehr kurz. Dann wurde ihr bewusst, dass der dunkle Raum, in dem sie sich befand ihr Schlafzimmer war und das nervtötend schrille Piepen an ihrem linken Ohr von ihrem Wecker stammte, den sie nur verflucht selten zu hören bekam. Mit einer eher unmotivierten Geste stellte sie den Wecker aus, bevor sie nach ihrem Zauberstab griff und die Verdunkelung der Fenster aufhob. Ein Fehler, wie sich gleich darauf herausstellte, denn dadurch kam das erste bisschen Tageslicht durchs Fenster gekrochen, das ihrem Kopf an diesem Morgen nicht zuträglich zu sein schien.
Wie war das gewesen? Achja, sie hatte sich betrunken. Erst an den häuslichen Vorräten und dann noch einmal im tropfenden Kessel mit ihrer geschätzten Todesserkollegin Finn Benits. Zu fortgeschrittener Stunde hatte Elaine sie einfach sitzen lassen und war nach Hause gegangen. Nunja, zumindest einen kleinen Teil des Weges. Vom Hinterhof des tropfenden Kessels aus war sie disappariert und keine Sekunde zu früh, denn in dem Moment, in dem sie vor ihrer Tür ankam, begann sie stark zu wanken. Frische Luft soll ja von Zeit zu Zeit eine derartige Wirkung auf Betrunkene haben. Irgendwie war sie dann bis in ihr Bett gekommen und hatte es offensichtlich sogar noch geschafft sich den Wecker zu stellen.
Nur mühsam gelang es der Heilerin sich vom Bett zu erheben. Ihr Schädel brummte und die Lichtverhältnisse trugen nicht zu ihrem Wohlbefinden bei. Ihr erster Anlaufpunkt war daher das Bad. Aus gutem Grund vermied sie den Blick in den Spiegel, sonder griff direkt großzügig in den Medikamentenschrank, um sich selbst zu medikamentieren und dabei ging sie nicht gerade sparsam vor.
Der nächste Anlaufpunkt war die Dusche. Ihre Kleider ließ sie achtlos zu Boden fallen. Die konnte sie auch später noch wegräumen. Nach eines ausgiebigen Dusche fühlte Elaine sich schon fast wieder wie ein Mensch und mit einem Blick in den Spiegel stellte sie fest, dass mit ein wenig Makeup auch die Spuren der letzten Nacht nicht mehr sichtbar sein würden.
Allzu lange hielt sie sich allerdings nicht mit diesen prüfenden Blicken auf. Sie hatte sich selbst nicht allzu viel Zeit gelassen, was üblicherweise ja kein Problem dargestellt hätte. Heute allerdings war sie völlig neben der Spur und brauchte für alles ungewöhnlich lange. Aber zumindest klärte sich mit der Zeit der Nebel hinter ihrer Stirn und die Kopfschmerzen ließen nach. Wieso genau hatte sie sich das angetan? Achja, wegen dem Chaos, das sie zur Ruhe zwingen wollte. Wenigstens das war ihr gelungen.
Elaine konnte nur über sich selbst den Kopf schütteln als sie endlich herausgeputzt das Haus verließ und auch wenn der Weg nach Ungarn bloß ein Apparieren weit weg war, kam sie etwa 10 Minuten zu spät, was für sie äußerst ungewöhnlich war. Aber in Sachen ungewöhnlichen Dingen hast du dich ja in letzter Zeit häufiger ausgelassen, nicht wahr? dachte sie noch kurz, bevor sie an der Tür des Hauses auf dem durchaus beeindruckend wirkenden Anwesend klopfte. Nunja, wenn man denn zum ersten Mal hier war. Elaine hatte sich inzwischen an den Anblick gewöhnt, obwohl er natürlich noch immer sehr hübsch war und ihr kleines Haus in der Nähe der Klippen wohl kaum damit hätte mithalten können.
Wie gewohnt öffnete der blasse Diener der Familie die Tür, nahm ihr den Mantel ab und führte sie zu den Bartóks in den Salon.
"Guten Morgen. Bitte verzeiht meine Verspätung. Irgendwie stand ich heute morgen ein bisschen neben mir." entschuldigte sie sich augenblicklich für ihr verspätetes Auftauchen und lächelte Zoltán und Susan dabei entschuldigend an. Ihre Freunde, die sie mit ihrer Verspätung hoffentlich nicht verärgert hatte.
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Elaine Angier ~|~ Heilerin
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| 23.08.2010 21:31 |
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Elaine Angier & Zoltán Bartók
Zoltán hatte Pläne und wieder einmal versprachen diese nichts Positives, wenn man nicht gerade zu der Familie Bartók gehörte. Dabei schien er sich momentan auf der Überholspur zu befinden, liefen doch alle seine Vorhaben zur Zeit im Grunde nach Plan. Nicht zuletzt auch wegen der Geschicke seiner Frau, was ihre Fähigkeiten im Zaubertränkebrauen betraf. Ja, was täte er nur ohne seine Susan, die bildhübsche Eiskönigin, eine geborene Greengrass und eine ebenso überzeugte Todesserin wie er. Mit voller Hingabe hatten sich damals die beiden Lord Voldemort angeschlossen, gehörten zu seiner treusten Dienerschaft und erhofften sich mit ihm zusammen ein reines Europa. Wie herb war da die Enttäuschung gewesen, als ihre Hoffnungen mit einem mal wie eine Seifenblase zerplatzten. Allerdings hatte Zoltán damals etwas Entscheidendes gelernt: überlass niemals dein eigenes Schicksal und die Wandlung eines Ideals in Realität einem anderen. Fortan nahm er alles selbst in die Hand und siehe da, alles wandelte sich in Gold.
Jedenfalls standen derzeitig die Chancen ziemlich gut, bei der nächsten Wahl zum Präsidenten der ungarischen Zauberrepublik zu werden. Doch sein größer Clou stand noch bevor. Eine Geheimoperation, bei der er sich auch nicht unbedingt von Azazel in die Karten schauen ließ. Jedenfalls hatte er nicht umsonst insistiert, dass Felan dieses Schuljahr in Hogwarts unterrichtet werden würde. Doch allein der Gedanke an seinen vermaledeiten Sohn, ließ schon wieder die Wut in ihm aufkeimen, indem er mit fest aufeinander gepressten Lippen seine Zeitung zusammenknüllte und sich dann zu Susan in den Salon gesellte. Die Hauselfen hatte sie wahrlich gut unter Kontrolle, huschten diese noch immer eifrig um sie herum und polierten das Silbergeschirr bereits zum siebten mal, da Susan immer noch nicht mit seinem Glanz zufrieden war. Beiläufig warf Zoltán einen Blick auf die alte Standuhr, ein Erbstück von seinem Ururgroßvater. Vermutlich hätte dieser Felan schon längst mit einer Lanze aufgespießt. Damals waren die Sitten eben noch rauer gewesen.
Argwöhnisch zog Zoltán jedoch eine Augenbraue nach oben, als sich der große Zeiger auf die römische VIII schob. Sie ist zu spät ..., erkannte er mit einem Stirnrunzeln, als just in diesem Moment die Türglocke zu hören war. Ihr alter Hausdiener war für immer für den Empfand zuständig, der wohl nicht sonderlich wortreich ausfallen würde, fehlten dem fahlhäutigen Mann doch bereits seit Geburt die Stimmbänder, was ihn geradezu für seine Profession bei den Bartóks prädestinierte. „Elaine, willkommen!“, begrüßte Zoltán ihren Gast mit seinem schönsten Lächeln, breitete herzlich seine Arme aus, als er die Dunkelhaarige seinen Salon betreten sah und deutete einen Kuss auf ihrer Wange an. „Nun, ich denke, du wirst schon einen triftigen Grund für deine Verspätung haben“, erwiderte er jovial und wies dann mit seiner Hand auf die Tafel. „Bitte, setz dich doch. Ist er nicht herrlich, dieser Ausblick?“, meinte er mit einem Blick auf seinen Weinberg. Er verbarg nicht seinen Stolz darüber, was ihm gehörte. „Nun, wie geht es dir und dem alten England? Zur Zeit ist es ja in der Presse wieder ein wenig ruhiger geworden ... sag bloß, euch geht schon der Atem aus“, fragte er im scherzenden Ton. Tatsächlich steckte jedoch auch ein wenig Kritik dahinter, was sein wachsamer Blick durchaus widerspiegelte. Susan jedoch spielte mal wieder die Rolle der perfekten Hausdame und blickte Elaine mit einem bittersüßen Lächeln an: "Kaffee oder Tee, Elaine?"
Dieser Beitrag wurde schon 2 mal editiert, zum letzten mal von Zoltán Bartók am 26.08.2010 00:16.
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| 26.08.2010 00:07 |
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Elaine Angier
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Zoltán Bartók && Elaine Angier
Elaine als an sich äußerst ungeduldiger Mensch, hasste Unpünktlichkeit. Nicht etwa, weil sie ein Pünktlichkeitsfanatiker war, sondern einfach weil sie es hasste wenn man sie warten ließ. Umgekehrt musste sie ständig etwas zu tun haben. Nichts unternehmend zuhause zu sitzen und darauf zu warten, dass sie sich auf den Weg zu irgendetwas machen konnte, war ganz und gar nicht in ihrem Sinne. Das war einer der Gründe dafür, dass sie nie zu spät kam. Sie trödelte nicht. Ein anderer Grund war der, dass sie sich gerne als gute Gastgeberin zeigte und gleichsam auch guter Gast sein wollte und als solcher ließ man seinen Gastgeber nun einmal nicht warten. Vorallem dann nicht, wenn dieser Gastgeber einer deiner ältesten Freunde war.
Die Bartóks zählten zu jenen ältesten Freunden, weshalb Elaine sich auch nicht über den stummen Diener wunderte, der ihr die Tür öffnete. Der blasse Mann stand schon seit Ewigkeiten im Dienste der Familie und war gleichzeitig einfach perfekt für seinen Job, eben weil er nicht sprechen konnte. Ob dieser Umstand nun darauf zurück zu führen war, dass er ohne Stimmbänder auf die Welt gekommen war oder ob die Bartóks dem ein wenig nachgeholfen hatten, wusste Elaine nicht und sie würde den Teufel tun und nachfragen. Es gab Dinge, die gingen auch Freunde nichts an.
Dass Elaine mit Sicherheit schon einmal in besserer Verfassung gewesen war, brauchte sie niemandem zu erklären. Sie fühlte sich miserabel, aber ihre kleine, oder eher große, Selbstmedikation vom Morgen begann langsam zu wirken. Das grelle Licht sorgte nicht mehr für Explosionen in ihrem Kopf, ebensowenig wie die Stimmen von Zoltán und Susan, wofür Elaine äußerst dankbar war. Nie wieder Alkohol... Jedenfalls nicht dermaßen sinnlos und viel.
Zoltáns Begrüßung war wie immer sehr herzlich und zu Elaine Erleichterung fragte er nicht nach dem Grund für ihre Verspätung, war ihr der Umstand, dass sie aufgrund von übermäßigem Alkoholgenuss nicht wirklich fit war, doch ein wenig unangenehm.
"Es ist wie immer ein wundervoller Anblick. Zu schade, dass die Weinberge bereits abgeerntet sind." gab Elaine zurück während sie sich an der wundervoll gedeckten Tafel niederließ und sich an Susan wandte. "Kaffee, bitte. Vielen Dank, Susan." antwortete sie ihrer Freundin, ehe sie sich erneut dem Hausherrn zuwandte.
"Nun, wie es scheint wird es nach dem großen Auftakt ein wenig still. Niemand weiß wie es jetzt weiter gehen soll. Ein Umstand, der alles anderer als zufrieden stellend ist." bemerkte Elaine mit einem eindeutigen Unterton von Missfallen in ihrer Stimme.
"Aber wie geht es voran? Wie ich gehört habe läuft es im Wahlkampf sehr gut für dich?"
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Elaine Angier ~|~ Heilerin
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| 28.08.2010 13:05 |
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Zoltán Bartók
Zauberlehrling
 
Dabei seit: 12.11.2008
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Leiter Abteilung IMZ Ungarn
Todesser

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Elaine Angier & Zoltán Bartók
Es war üblich, dass sich Gleichgesinnte zusammenschlossen und ihre Ziele gemeinsam verfolgten, um effizient zu sein. Dies hatte nichts mit Altruismus gemein, sondern vielmehr mit der Erfahrung, dass durch Kooperation und Kollaboration die eigenen egozentrischen Bedürfnisse schneller und zuverlässiger Befriedigung fanden. Aus diesem Grund mussten sich auch die ersten Zivilisationen zusammengeschlossen haben, indem zunächst sich Familien in Stämmen verbündeten, um fortan gemeinsam auf die Jagd zu gehen und sich vor Fremden zu verteidigen. Die Angst vor dem Fremden und Anderen steckte somit genetisch in jedem Menschen und lediglich die heutigen moralischen Schranken der Neuzeit verbaten es, nicht jedem Außenstehenden eines mit der Keule überzuziehen.
Die Todesser hatten sich damals wohl ebenfalls nicht ausschließlich Lord Voldemort angeschlossen, weil er eine beeindruckende Persönlichkeit war, sondern weil die meisten seiner Anhänger aus reinblütigen Familien stammten und deren Interessen zu verteidigen gedachten. Denn obwohl selbst die Reinblüter untereinander konkurrierten, war es vollkommen inakzeptabel, dass sich auch muggelstämmiges Gesindel einmischte. Sie waren als Eindringlinge einzustufen, die unter Zauberern nichts zu suchen hatten und wenn sie dies nicht freiwillig einsahen, war eben Gewalt notwendig. Was hatten schließlich gewöhnliche Schmeißfliegen in einem Bienenstock zu suchen?
Elaine und Zoltán waren sich dabei vor vielen Jahren bei einem Todessertreffen begegnet und wie er selbst, legte auch die begabte Heilerin eine Kompromisslosigkeit an den Tag, die bilderbuchhaft war. Sie war dem Politiker von Anfang an sympathisch gewesen und heute zählte sie zu den Freunden der Familie, die immer wieder ein gern gesehener Gast waren. Darüber hinaus hielt Elaine ihn auch stets auf dem Laufenden, wie es um die englische Insel stand, die ihm selbst, aber vor allem seiner Ehefrau sehr am Herzen lag. Zoltán wusste, dass Susan ihre Heimat ein wenig vermisste, auch wenn die Gegend um Budapest landschaftlich wunderschön war. Sein Weinberg mit dem rotgelben Laub erwies sich als wahrer Labsal. „Nun, manchmal muss eben die Traube ihr Blut geben, um etwas wahrhaft Edles und Höheres zu werden“, meinte Zoltán mit einem versonnenen Blick auf seinen Besitz, wobei durchaus eine tiefere Symbolik hinter seinen Worten steckte. Opfer waren eben manchmal notwendig - auch wenn man dies nicht unbedingt selbst darbringen musste. „Aber ich gebe dir nachher ein paar meiner besten Fläschchen mit. Genau das Richtige für einen Abend am Kamin“, erwiderte er mit einem gönnerhaften Lächeln, während er sich Elaine gegenüber und Susan sich zu ihrer Linken setzte.
Kaum hatte ihr Gast Kaffee gewünscht, war auch schon ein Hauself zur Stelle, der ihr von dem köstlich duftenden Röstkaffee einschenkte. Schwarz - so wie sie ihn mochte, das war schon im Haus Bartók bekannt. „Nun, das ist ein wenig bedauerlich, sind doch die Briten ziemlich gut im Verdrängen. Ein ständig fester Griff um ihre Kehle, würde sie besser im Schach halten. Aber Azazel wird sicherlich Gründe für sein Vorgehen haben“, meinte Zoltán mit einem gewissen Funkeln in seinen Augen, während er sich ein wenig gebratenen Speck auf seinen Teller aufladen ließ. Als Elaine ihn jedoch auf seine eigenen Pläne ansprach, zeichnete sich ein breites, siegreiches Lächeln auf seinem gebräunten Gesicht ab. Er besaß einfach das Charisma eines Staatsmannes. „Danke Elaine, es läuft hervorragend. In den aktuellen Umfragen stehe ich zur Zeit bei 58 %, nachdem mein Konkurrent von der SPU durch eine schwere Krankheit seine Kandidatur zurückgezogen hat. Der arme Tölpel. Ganz ohne einen ernstzunehmenden Gegner, macht der Wahlkampf nur halb so viel Spaß“, gestand er mit einem spitzbübischen Grinsen. „Aber obwohl ich momentan ziemlich viel zu tun habe, werde ich es trotzdem einrichten können, auf den Halloweenball in Hogwarts zu gehen. Susan hat mir schon so sehr von ihrer alten Schule vorgeschwärmt, dass ich richtig neugierig geworden bin ...“, erzählte Zoltán mit einem kurzen, aber überaus liebevollen Blick zu seiner Frau. „Wirst du denn dort ebenfalls zugegen sein?“, wandte er sich dann aber wieder an Elaine, während er nach einer Scheibe Toast griff.
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l Zoltán Bartók l 51 Jahre l ungarischer Politiker l Todesser l
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| 31.08.2010 00:36 |
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