Wie viele seiner Mitschüler letzten Endes davon wussten, dass Coen genaustens Buch über sie führte, entzog sich überraschenderweise dem Kenntnisstand des gebürtigen Niederländers. Doch im Großen und Ganzen war dies auch ein Fakt, welcher ihn ohnehin nicht weiter interessierte. Seine Aufmerksamkeit galt den Menschen und den Gegebenheiten über sie und nicht ihrem Wissensstand, der sowieso dem stetigen Auf und Ab einer stürmischen See glich.
So war zum Beispiel Alexiéls unbegründete Sorge, es könnten Informationen über sie an die jugendliche Öffentlichkeit von Hogwarts gelangen, nicht nur mehr als erheiternd, sondern gleichsam auch noch sehr informativ. Unabhängig davon, ob die Sechstklässlerin nun letzten Endes tatsächlich ein Herz besaß – wovon Coen zumindest in anatomischer Hinsicht von vornherein ausging – oder nicht, war Madame Ledoux also doch nicht derart unabhängig und stand ganz und gar über allen Dingen wie sie von vornherein den Anschein erwecken wollte. Die Meinung der Massen interessierte sie also doch auf die eine oder andere Art und Weise, aber etwas anderes hätte van Heuven bei einer Sechzehnjährigen auch mehr als verwundert. Außer man besaß einen ähnlichen Lebenslauf wie er und blieb fortan tatsächlich unbeeindruckt von der eigenen Umwelt.
„Gut zu wissen, dass mich zumindest eine Person nicht für nachlässig hält“, spottete er gutmütig vor sich hin, seine Schreibfeder dabei weiterhin zwischen den Fingern drehend.
„Allerdings glaube ich kaum, dass jemand auf die Idee kommen würde, dir ein Herz im herkömmlichen Sinne zu unterstellen. Du scheinst meiner Ansicht nach zumindest nicht die Art Mensch zu sein, die sich mitfühlend verwaisten Entenkindern annimmt.“
Vergnügt schenkte Coen seiner Gesprächspartnerin ein Grinsen, bevor er den in der Eingangshalle grölenden Silhouetten einen musternden und wohl auch irgendwie gelangweilten Blick zuwarf. Quidditch… es war doch tatsächlich immer wieder aufs Neue erheiternd zu sehen, wie selbst der adäquateste seiner Mitschüler zu einem geistesgestörten Zombie mutierte, sobald ein Spiel anstand. Bestes Beispiel war wohl der sonst so vornehme und zurückhaltende Holaya-Spross, der sich als Teamkapitän auch noch als Meister der Untoten herausgestellt hatte.
„Wer weiß, vielleicht haben wir ja Glück und unsere löwenhaften Gleichaltrigen opfern in der Eingangshalle gleich noch ein Schwein zu Ehren ihrer hirnlosen Götter. Oder noch besser, sie schlachten gleich ihren rumreichen Sucher und ernennen ihn anschließend zum Halbgott. Solange er nur nicht im Lendenschurz durch die Schule läuft und sie anschließend das Blut selber aufwischen.“
Belustigt schob der Slytherin sein in Leder gebundenes Buch sowie Feder und Tinte in seine Tasche, um diese anschließend auch schon zu schultern und sich zu erheben.
„Abgesehen davon bietet mir derartiges Verhalten nichts Neues mehr. Polemische Parolen und Aufstände von einigen Halbstarken, die einem meist gerade einmal bis zum Bauchnabel reichen? Nein, danke, nach diesem Abendessen ist mir schon schlecht genug.“
Das erstaunlichste an Coens Worten war wohl, dass sie ausnahmsweise einmal nicht spöttisch-sarkastisch vorgetragen waren. Die Niederlage Slytherins war ihm dabei einerlei, ihm ging eher das trollhafte, proletische Verhalten der Allgemeinheit auf die Nerven. Bei diesem Lärm konnte man wirklich nicht denken.
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This is me, Coen Rik van Heuven.
Dutchman, 17 yrs old, Snakepupil and Pureblood

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Maybe I'm Hogwarts' Gossip Guy...?