Thema: Magische Menagerie |
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Dakota && Thomas && Samuel && Caillean
Eine kleine Familie. So sollte die Gruppe um die beiden Greys und die de Moivre wirken und in den letzten Tagen hatten die drei immer wieder gezeigt, dass sie diese auch darstellen konnten. Eigentlich müsste die ehemalige Slytherin damit ja doch ein paar Probleme haben, sie gehörte zu den Leuten, die eher wenig von sich erzählten, die unnahbar wirkten und denen die Nähe anderer Menschen nicht unbedingt gefiel. Aber hier, gegenüber den beiden Greys, war es anders. Sie liebte Sam und auch Dakota hatte sich einen Weg in ihr Herz erschlichen. Sie war nicht die richtige Mutter Dakotas und würde es natürlich auch nie sein können – allerhöchstens ein Mutterersatz – aber sie würde auch einiges dafür tun, damit der kleinen Blonden nichts schlechtes widerfahren würde. Allerdings war sie ihr nicht so verfallen, wie Sam es war, der seiner Tochter kaum eine Bitte abschlagen konnte.
Aber wie lange könnten sie dieses Bild noch aufrecht erhalten? Wie viel Zeit würde vergehen, bis die dunklen Schatten, die auch jetzt schon über ihren Köpfen schwebten, näher kamen und versuchen würden sie zu verschlingen? Die Welt war schließlich wirklich ein gieriger Ort und man konnte nie wissen, wann das nächste Unheil über einen hereinbrechen würde.
Aber jetzt war es erstmal noch nicht soweit. Jetzt waren sie hier in der magischen Menagerie und setzten sich mit kleinen, flauschigen Tierchen auseinander, die einem wahrscheinlich nie etwas antun konnten und die nur da waren um süß auszusehen. Jetzt machten sie sich eher über den normalen Teil von Dakotas Zukunft Gedanken. Zumindest Sam, der die Aurorin nach ihrer Äußerung bzgl. Tattoos doch ziemlich entgeistert ansah – noch so etwas, was sie niemals für möglich gehalten hatte als sie ihn kennen gelernt hatte, dass er ihr gegenüber solche Gefühlsregungen offenbarte. Caillean musste sich stark zusammen reissen als sie diesen Blick sah um nicht noch mehr zu grinsen, ihre Mundwinkel zuckten nämlich mal wieder sehr gut nach oben. Hatte denn Sam gar keine Ahnung, wie sich Teenager, zu denen Dakota ja auch mal gehören würde, verhielten? Besonders die weiblichen Vertreterinnen waren ja doch recht schwierig. Er hatte doch eigentlich auch eine Schwester, müsste er das nicht eigentlich kennen?
Als er dann den Mitleid heischenden Blick aufsetzte, war es um Cais Selbstbeherrschung dann aber doch geschehen und ein kurzes und auch ein wenig leiseres Lachen zog sich einmal schön über ihr Gesicht. „Ich werde es versuchen“, sagte sie als sie sich wieder gefangen hatte, ihre Mundwinkel waren aber immer noch zu einem Lächeln verzogen, „Aber bitte schau mich dann nicht so an, dann schaffe ich es nämlich eher nicht, da ich mir das Lachen verkneifen muss.“ Es war faszinierend. Bei ihren früheren Beziehungen hatte sie diesen Satz nie über ihre Lippen bringen können, wer konnte schließlich schon wissen, was in ein paar Jahren aus der Beziehung werden würde? Aber hier, gegenüber Sam, hatte sie es geschafft. Sie wusste zwar auch hier wieder nicht, ob diese Beziehung wirklich bis in die weitere Zukunft überleben würde aber sie fühlte sich... richtig an. Es war möglich – auch wenn so ein Gedanken mal ein klein wenig untypisch für sie war.
Ein weiteres Mal ging ihr Blick im Laden umher. Es schien so als würde sie noch einmal die Tiere und ihr Verhalten aufmerksamer beobachten, nachdem sie die Worte ausgesprochen hatte, allerdings suchte sie den Raum ein weiteres Mal nach Ungeremtheiten ab – ja, normale Menschen würden das als übervorsichtig bezeichnen aber es hatte schon mal Situationen gegeben, in denen sie dadurch vor größeren Schäden bewahrt worden war – aber immer noch schien alles ruhig – bis auf die Tiere.
Als dann aber Dakota als Antwort das Wort ergriff, spitzte die dunkelhaarige Hexe die Ohren. Es war zwar irgendwie logisch, dass die Tiere von etwas manipuliert wurden aber dadurch, dass dieses kleine Mädchen diese Worte ausgesprochen hatte, wurde es ihr mal wieder so richtig bewusst. Sie richtete ihren Blick nun wieder auf den Verkäufer um herauszufinden wie er über diese Sache dachte – schließlich hatte sie ihre Worte nicht ganz ohne Hintergedanken ausgesprochen. Man konnte diesen man quasi als Experten für Tiere bezeichnen und es war nicht verkehrt, wenn man sich so eine Meinung einholen würde – zwar hatten sich garantiert schon andere Leute näher mit diesem Thema befasst aber die Aurorin gehörte nun mal zu den Leuten, die doch über einige Dinge mehr etwas in Erfahrung bringen wollten... und wenn man das Verhalten der Tiere gegenüber Dakota betrachtete, hingen sie vielleicht auch mit der ganzen Sachen zusammen. Die Worte des Mannes waren jedenfalls nicht so verkehrt aber das ausgerechnet er darauf kam? Ob er vielleicht noch mehr wusste?
Sie sah Sam liebevoll an als er ihr einen Kuss auf die Stirn hauchte und sah ihn für einen längeren Moment in die Augen. Für Außenstehende sah es aus wie ein verliebter Blick aber sie wollte gleichzeitig noch versuchen zu erkennen, was Sam darüber dachte. Anscheinend hatte er ähnliche Schlüsse wie sie gezogen und bohrte ein wenig nach. „Und meinen Sie tatsächlich, dass das Wetter irgendwie mit dem Verhalten der Tiere im Zusammenhang steht?“ fragte sie genauso unwissend wie Sam und zog dabei ein wenig skeptisch eine Augenbraue nach oben, „Wie soll denn bitteschön etwas das Wetter, ein globales Phänomen, manipulieren? Dann kann ich mir doch schon eher vorstellen, dass diese Wetterumschwünge auf die Launen der Tiere schlagen. Es gibt ja schließlich auch Menschen, deren Launen wetterabhängig sind. Und jetzt bitte keine Kommentare aus deiner Richtung, meine Laune wird nicht schlechter, wenn es tagelang regnet.“ Die letzten Worte waren wieder an Sam gerichtet gewesen. Sie waren mit einem verliebten Tonfall über ihre Lippen gekommen, nebenbei hatte sie ihn noch leicht in die Seite geknufft und Sam wusste wohl, dass sie zu der Maske gehörten, die sie der Welt zeigten... ihre Launen waren schließlich wirklich nicht so sonderlich vom Wetter abhängig... auch wenn es sich gerade danach angehört hatte.
Als sich der Ladeninhaber dann Dakota zuwandte, wechselte Cai kurz einen weiteren Blick mit Sam. Der Mann beschäftigte sich in diesem Moment mit jemand anderen und mit diesen Minimuffs und achtete nicht auf die Blicke, die sich zwei Verliebte zuwarfen. Hätte er es getan, hätte er das kurze Hochziehen einer ihrer Augenbrauen wahrscheinlich bemerkt. Die beiden Auroren hatten nach diesem Besuch anscheinend wieder einige Dinge über die sie sich heute Abend austauschen konnten. Und damit meinte sie nicht die Tatsache, dass dem Geschäftsmann ein Knuddelmuff gehörte. Warum schließlich nicht? Es gab ja auch Frauen, die an Motorrädern rumschraubten.
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Thema: Magische Menagerie |
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cf » Winkelgasse | London
Dakota && Thomas && Samuel && Caillean
Hinweggefegt wie es Sturm mit einem Blütenblatt machte, so konnte man wohl am treffensten die Art beschreiben, wie Dakota Cailleans Argumente außer Kraft setzte. Der Teddy namens Merlin konnte nicht immer mitgenommen werden und benötigte deswegen Gesellschaft, wenn Dakota mal nicht da war. So einfach war das. Warum schafften es Kinder eigentlich immer wieder die logischsten Argumente komplett belanglos erscheinen zu lassen? Ja, sie selbst hatte das auch gekonnt aber irgendwie war das nicht mehr so, die dunkelhaarige Aurorin schaffte es nun nicht mehr immer so gut zu argumentieren, dass sie zum Schluss als Siegerin hervorging. Verlor man mit der Zeit einfach einen Teil der Fantasie, der dafür benötigt wurde so etwas zu bewerkstelligen? Vielleicht lag es aber auch einfach daran, dass solche Situationen mit dem Alter doch ein wenig komplizierter wurden und man es als Kind eher einfach hatte.
„Willst du damit etwa sagen, dass ihr, also Merlin und du, nicht so viel Spaß habt?“, begann sie einen letzten Versuch, der aber wahrscheinlich nichts bringen würde, da sich Dakota in diesem Wunsch festgebissen hatte und es schwierig war kleine Mädchen – oder besser gesagt: alle weiblichen Wesen dieses Planeten – davon jetzt abzubringen, „Dass du erst noch eine weitere Person mit ins Spiel bringen musst, damit es so wird?“
Während der bettelnde Blick bei Sam wahrscheinlich von Nutzen sein konnte, blieb Cai davon eher unbeeindruckt, hätte sie Hunde gehabt, hätten solche bettelnden Dackelblicke auch nicht sonderlich viel genutzt, gegen sowas war sie meistens doch immun. Und auch die Tatsache, dass die Minimuffs bunt und flauschig waren, sorgte nicht so dafür, dass die dunkelhaarige Hexe unbedingt sowas haben müsste. Wahrscheinlich eher das Gegenteil. Wenn sie jetzt auch noch gurrende Laute von sich gaben, würde sie ihr Herz nicht für diese Wesen erwärmen können. Was war an solchen Tieren, die scheinbar einfach nur existierten um süß auszusehen, überhaupt so faszinierend? Irgendwie waren sie doch eher nutzlos – was sie allerdings nie laut aussprechen würde.
„Sie ist deine Tochter“, flüsterte sie Sam zu als dieser sie fragte, wie Dakota es immer und immer wieder anstellte ihn um den kleinen Finger zu wickeln. Sie sagte das nicht mit so einem Unterton, der bedeutete 'Sie ist deine Tochter, sag du es mir' oder 'Sie ist deine Tochter, du schaffst das so auch bei mir' – nein, das sollte es nun wirklich nicht bedeuten, sowas schaffte Sam nämlich nicht immer – sondern es war einfach dieser nüchterne Unterton, den man nutze, wenn man eine Universalantwort auf alle Fragen gab. Töchter schafften es bei ihren Vätern immer so etwas zu bewerkstelligen, wie Dakota es gerade getan hatte. Väter waren ihren Töchtern meistens hoffnungslos ausgeliefert.
Gemeinsam mit Sam folgte sie nun Dakota in den Laden. „Ich denke wir werden mit so einem Minimuff schon fertig“, flüsterte sie ihm leise zu, „Aber wahrscheinlich solltest du bei ein paar anderen Sachen, die sich im Laufe von Dakotas Kindheit und Teenagerleben ereignen, wirklich konsequenter sein. Ich würde ihr an deiner Stelle sobald sie in dieses schwierige Alter kommt sagen, dass Tatoos tabu sind und so.“
Auch sie sah sich nun in dem Laden um. Sie war schon mal hier gewesen und wunderte sich nicht sonderlich darüber, dass sich nicht so arg viel geändert hatte, das war in den Geschäften in der Winkelgasse durchaus normal. Erstmal weil Zauberer und Hexen meistens älter wurden als die normalen Muggel und die Besitzer solcher Läden demnach nicht wirklich oft wechselten und zudem kam es einem manchmal so vor als würde die Zeit in der magischen Welt im Bezug auf solche Sachen wirklich langsamer laufen als die in der Muggelwelt... Cai fragte sich bis heute, wann denn nun die Elektrizität bei manchen Zauberern endlich ankommen würde.
Etwas bzw. jemand hatte sich allerdings geändert, der Besitzer der magischen Menagerie. Sie musterte ihn kurz, überlegte, ob sie ihn schon einmal gesehen hatte, kam aber dabei zu keinem wirklichen Ergebnis. Einige Gesichtsmerkmale kamen ihr bekannt vor aber das war es dann auch schon.. Sie registrierte seine erstaunte Mimik, tat es ihm aber auch kurz darauf gleich, da das Verhalten der Tiere und besonders das des Rabens doch ein wenig merkwürdig war. Unmerklich hielt sie Sams Hand ein wenig fester als dessen Arm kurz zuckte. Die Aurorin glaubte in diesem Augenblick nicht so wirklich daran, dass das Tier der kleinen Blondine etwas tun wollte – wäre der Rabe gefährlich, würde er sich zudem wahrscheinlich eher nicht in diesem Geschäft aufhalten.
Sie beobachtete das Geschehen noch und sah dann auch ihrerseits Sam fragend an. Sie konnte sich denken, was in diesem Augenblick durch seinen Kopf ging. Da sie ihre Antwort allerdings nicht laut aussprechen konnte, zuckte sie kurz mit den Schulten und nickte dabei fast unauffällig mit ihrem Kopf. In den letzten Wochen hatte es immer wieder Berichte darüber gegeben, dass die Tiere verrückt spielten und auch Menschen angriffen – der Bericht im Tagespropheten über Francis Wenauchimmer war noch immer in ihrem Kopf – war es demnach nicht auch möglich, dass Dakota, das Kind des Lichts, andere Seiten der Tiere hervorbringen konnte?
Als sich der Ladeninhaber dann für sie interessieren zu schien und Sam antwortete, ließ sie seine Hand los, schenkte dem Grey einen entschuldigenden Blick und sah sich ein paar Tiere an, die in der Nähe standen – nebenbei sah sie sich auch noch einmal unauffällig genauer im Laden um, um herauszufinden, ob sich hier irgendetwas aufhielt, dass sich nicht hier aufhalten sollte... jajaja, diese schreckliche Auroreneigenschaft überall die Nase reinzustecken und hinter jeder Ecke erstmal irgendwelche Gefahren zu sehen.
Nach dem kleinen Exkurs stellte sie sich wieder neben Sam, der sich mit dem Ladeninhaber gerade über die Zutraulichkeit der Tiere unterhielt. „Wenn man sich die beiden Tiere und deine Tochter so anschaut, wünschte man sich doch glatt, dass sich alle so verhielten“, sagte sie, wie es eine liebende und zu allen freundliche Frau tat, an Sam gewandt und sah dann wieder zu dem Besitzer der magischen Menagerie und erklärte dann diesen Gedankengang, „Man hört in letzter Zeit ja immer wieder von Angriffen von Tieren auf die Bevölkerung und da macht man sich ja doch ein paar Gedanken darüber.“
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Thema: Die Winkelgasse |
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Dakota && Samuel && Caillean
Eine der Personen innerhalb der kleinen Gruppe, die zumindest den Anschein erbrachte sehr gut gelaunt zu sein, war das Kind, für das sich im Moment einige zu interessieren schien, Dakota. Für Sam war sie die Tochter, für die er eine Riesenverantwortung trug. Für andere, die Person, die die Prophezeiung gemacht hatte, war sie so etwas wie die Retterin der Welt. Und für einen – wahrscheinlich leider nicht allzu unbedeutenden – Teil, war sie das Kind, das der Welt das Licht bringen würde und dem sie aus diesem Grund irgendwie schädigen wollten.
Caillean folgte dem Mädchen aufmerksam mit ihren Augen als sie über die Pflastersteine der Winkelgasse hüpfte. Fast könnte man meinen als würde ihr der Regen nichts ausmachen. Für einen Moment sahen die Augen der dunkelhaarigen Aurorin so aus als würde sie mit ihren Gedanken gerade wo ganz anders sein. Und genau das war auch der Fall. Sie dachte gerade über die Unbeschwertheit ihrer eigenen Kindheit nach. Fast schien es so als würde seitdem eine Ewigkeit vergangen sein aber das war nicht der Fall, obwohl 17 Jahre auch schon eine relativ große Zeitspanne war – als ihr die 17 auf diese Art ins Auge sprang, wurde ihr mal wieder bewusst, wie jung Sam gewesen war als er Vater geworden war. Nun gut, er hatte erst vor einigen Wochen von Dakota erfahren und war demnach irgendwie erst seit einigen Wochen Vater aber es war doch schon irgendwie... irgendwie hatte sie gerade kein passendes Wort auf Lager. Merkwürdig. Seltsam. Cai hätte nicht gewusst, was sie hätte tun sollen, wenn sie in diesem Alter Mutter geworden wäre.
Sanft fuhr die mit ihren Fingern über Sams Hand. Noch so eine Sache, die sie nicht erwartet hatte. Es war noch gar nicht so lange her gewesen, dass Sam und sie auf beruflicher Ebene Partner geworden waren. Zwei Menschen, die nicht so unbedingt Teamspieler waren, die sich anfangs wahrscheinlich auch nicht allzu grün gewesen waren und jetzt waren sie zusammen – und das nicht nur, weil sie aller Welt weiß machen mussten, dass sie verheiratet waren. Cai liebte Sam wirklich und damit hatte sie nicht gerechnet. Sie plante viel in ihrem Leben aber das hatte sie definitiv noch nicht eingeplant gehabt. Sie hatte einfach noch nicht damit gerechnet, dass sie jemanden so lieben würde, sie hatte nicht erwartet, dass sie jemanden so schnell vertrauen könnte, wie es bei Sam der Fall gewesen war. Für sowas war sie eigentlich nicht gemacht. Ob es doch so etwas wie Schicksal gab? Hatte dieses Schicksal sie hierher geschickt, damit er die Sache mit Dakota überstehen konnte? Wer konnte sowas schon sagen? Nur irgendwie kam es Caillean immer mehr so vor als würde es keine Zufälle geben.
Genauso wie der von Sam ging auch ihr Blick immer wieder über die Nischen und etwas dunkleren Ecken der Winkelgasse, auch sie wusste, dass sie hier nicht so geschützt waren, wie in Hogsmeade – wenn man dort überhaupt von einem Schutz sprechen konnte – dass hier hinter jeder Ecke irgendeine Gefahr lauern konnte.
Ein wenig wachsamer wurde ihr Blick als Dakota fast schon magisch – so wie es nur Kindern geschah und dann meistens bei Brunnen – von einem Schaufenster angezogen wurde. Was, bei Merlin, war denn bitteschön ein Minimuff? Die dunkelhaarige Aurorin wusste von Knuddelmuffs oder wie die auch immer hießen aber Minimuffs? War das mal wieder so eine Modeerscheinung, die sie selbst nicht mitgemacht hatte, da sie so etwas nur extrem selten mitmachte?
Ein wenig musste sie grinsen als sie zunächst Dakotas Blick und anschließend Sams sah. Die Kleine hatte ihn, wenn es um sowas ging, immer ziemlich schnell in der Hand. Ja ja, der große heldenhafte Auror wurde einfach nicht mit den strahlenden Augen seiner Tochter klar, irgendeine Schwäche musste man ja auch haben – bei der Schwäche wäre es allerdings ziemlich unsportlich, wenn man sie gegen ihn einsetzte aber wenn sie sich mal in die Köpfe der Todesser hineinversetzte... irgendwie erwartete sie ja schon fast, dass dies geschehen würde, Dakota war wohl Sams größte Schwäche.
„Ich glaube Merlin wird es wahrscheinlich gefallen“, sagte sie und bemerkte dann Sams hilfesuchenden Blick, woraufhin sie hinzufügte, „Zumindest so lange bis er merkt, dass er nicht mehr deine volle Aufmerksamkeit hat, dann wird er wahrscheinlich ziemlich traurig sein. So ein Tier verlangt nämlich ziemlich viel Aufmerksamkeit und Pflege und man sollte es sich nicht leichtfertig kaufen.“ Der Einwand mit der Pflege und der Aufmerksamkeit und dem daraus resultierenden Aufmerksamkeitsmangel für einen Plüschkiwi hatte zumindest bei Cai im zarten Alter von 7 Jahren dazu gefügt, dass sie keine Springmaus mehr haben wollte.
tbc » Magische Menagerie | Winkelgasse, London
((ooc: ach quak, mach dir da mal keine Gedanken ))
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Thema: Die Winkelgasse |
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cf » ääähmmm *such*... 4. OG, Abteilung für Fluchschäden & Zauberunfälle | St. Mungos, London
28. Oktober 2011
Sam && Dakota && Caillean
Zusammen mit Samuel und Dakota Grey ging Caillean durch die Winkelgasse. Das Wetter war regnerisch, es war in den letzten Tagen viel zu oft so regnerisch gewesen. Gut, vor ein paar Tagen, an dem Tag an dem sie mit Sam aus dem St. Mungos zurück gekommen war, die beiden Emily vor dem windschiefen Knusperhäuschen davon abgehalten hatten ihrer Mutter wegzulaufen, an dem Tag hatte es später sogar noch geschneit. Ging es nur ihr so oder spielte das Wetter im Moment ein Spiel mit ihnen? Ein Spiel, dass die Menschen in diesem Moment noch nicht so richtig nachvollziehen und verstehen konnten? Gut, regnerisches Wetter war schon irgendwie bekannt, im Herbst regnete es ja schließlich dauernd und besonders in Schottland, wo sie sich ja im Moment die meiste Zeit aufhielten, kam es öfters mal vor. Aber dieser Schnee war merkwürdig gewesen. Hieß es nicht bei den Muggeln, dass es im Laufe des nächsten Jahrhunderts wärmer werden würde? Ok, da sprach man von einer globalen Klimaerwärmung, also konnte es in manchen Ecken der Welt auch durchaus kälter werden, aber Schnee war trotzdem merkwürdig.
Die de Moivre schritt also mit den beiden Greys durch die Winkelgasse. Sie waren nach ihrem Besuch im St. Mungos – wie lange würden diese besuche wohl noch andauern... wahrscheinlich noch ein bisschen, der Heiler hatte irgendwie wenig zufrieden ausgesehen aber das konnte ja auch durchaus andere Gründe haben... ekelhaft schmeckender Porridge zum Beispiel, oder eine Frau, die ihn sitzen gelassen hatte – hierher gekommen um noch einige Kleinigkeiten zu besorgen. Wobei es nicht unbedingt Kleinigkeiten waren. Ein paar von ihnen vielleicht schon aber eine Sache von denen war ja schon ein wenig eindrucksvoller. Ein Zauberstab für Dakota. Cai stand der Sache, um ehrlich zu sein, mit gemischten Gefühlen gegenüber. Ihr war schon klar, dass Dakota ein besonderes Kind war, dass man sie beschützen musste – die beiden Todesser am Samstagabend hatten dies noch einmal sehr gut bewiesen – ein Kind, das sich aber irgendwie auch selbst schützen konnte, da sie die Magie in sich hatte und dem man erklären musste, wie man damit klarkam und dafür brauchte man auch einen Zauberstab. Aber Dakota war auch noch so jung... Man könnte jetzt meinen, dass die dunkelhaarige Hexe ein wenig konservativer war und dass sie der Meinung war, dass Kinder erst im Alter von 11 Jahren einen Zauberstab bekommen sollten, aber das stimmte nur bedingt. Vielleicht war sie zum Teil dieser Meinung – zu einem ziemlich kleinen Teil, da sie hier die Notwendigkeit sah, warum Dakota einen besitzen sollte – aber eigentlich war es eher so, dass sie sich wünschte, sie könnte Kinder in Dakotas Alter aus diesem ganzen Kampf Gut gegen Böse raushalten. Aber so war es ja leider nicht.
Die drei gingen nun durch die Winkelgasse. Die letzten Tage waren eigentlich ziemlich monoton verlaufen. Sie waren morgens aufgestanden, hatten sich irgendwann ins St. Mungos begegeben – wo Dakota und Cai auch kurz deren Bruder Andrew besucht hatten, der einen kleinen Unfall bei einem Quidditchspiel gehabt hatte... er war bei einem Quidditchspiel anscheinend ein zu waghalsiges Manöver geflogen war und statt den Klatscher von seinen Teamkameraden fern zu halten, hatte er sich selbst als Treiberkeule missbraucht und war anschließend auf den Boden gelandet... ungeplant. Und nach diesen Krankenhausbesuchen hatten sie sich wieder nach Hogsmeade begeben, wo sie Sam wieder versucht hatte ins Bett zu stopfen... es war ihr aber nicht immer gelungen, wie sie zerknirscht zugeben musste.
Und heute war halt ein Ausflug in die Winkelgasse angesagt... heute hätte die dunkelhaarige Hexe aber es auch wirklich nicht mehr geschafft ins Bett zu stecken, er hatte ja schon die letzten Tage immer arg protestiert. „Wo wollen wir zuerst hin?“, fragte sie ihre beiden Begleiter und sah sich um. Es war wirklich nass und eigentlich wollte man bei diesem Wetter keinen Hund vor die Tür schicken. Zum Glück hatten sie sich mit dem Impervius-Zauber teilweise wasserfest machen können. Ob heute wohl auch noch ein Besuch bei Laura, Sams Schwester, anstand?
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Thema: 4.OG: Fluchschäden und Zauberunfälle |
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Cai && Sam
Caillean hatte Sams Gesichtsausdruck gesehen, nachdem der Heiler das Zimmer verlassen hatte. Er war dankbar gewesen, wahrscheinlich sogar mehr als das, da sie dabei geholfen hatte, dass er in Bälde wieder bei seiner Tochter sein würde und sie beschützen könnte. Aber sie fühlte sich wirklich nicht gut dabei. Ihr war zwar bewusst, dass es das Beste sei, da Dakota und alle, die in ihrer Nähe waren, wirklich in ziemlicher Gefahr schwebten aber gleichzeitig wusste sie auch, dass sie ihn dadurch auch noch in eine Gefahr gebracht hatte, an die er jetzt wahrscheinlich nicht mal denken wollte. Sie hatte Sam gestern gesehen und sah ihn auch heute noch, sie sah, wie es ihm ging, sie sah die Wunden, die ihm der Kampf mit dem Todesser zugefügt hatte und sie wusste auch, wie nah er an der Schwelle zum Tod gestanden hatte. Wenn man ihn jetzt angreifen würde, wäre es vermutlich ein leichtes Spiel ihn aus dem Weg zu räumen und würde vermutlich selbst dem fast unfähigsten Todesser gelingen können, so lange dieser nur bei guter Gesundheit war.
Waren die Gefühle, die in diesem Moment in ihr tobten, die Gefühle, bei denen sich jeder Mensch freute, wenn sie einem entgegengebracht wurden? War die Liebe zu einem anderen Menschen wirklich das schönste Gefühl auf Erden? Ok, das wahrscheinlich schon aber die anderen Gefühle, die durch diese Liebe entstanden, waren nicht wirklich schön. Die Angst, die Person zu verlieren war so grausam, wie die dunkelhaarige Aurorin nun mal wieder feststellte, und nun fand sie es nicht unbedingt mehr unvorstellbar, dass Menschen wegen der Liebe kaputt gingen und verzweifelten. Aber dennoch wollte sie nicht darauf verzichten...
Da diese Gedanken und noch andere in diesem Augenblick in ihr tobten, war sie froh, dass Sam wirklich nichts sagte, auch wenn er es gerne getan hätte, das sah sie in seinen Augen. Aber auch anderen Dinge konnte sie ihm vom Gesicht ablesen, zum Beispiel diese Verblüffung aufgrund ihres eben gesagten, mit seinen sich leicht rötenden Wangen sah er ja schon wieder irgendwie süß aus, was Caillean in diesem Augenblick aber nicht in den Kopf kam, sondern wohl nur in ihrem Unterbewusstsein registriert wurde. Bei seiner leise gemurmelten Entschuldigung hob die Aurorin nur dem Kopf und sah ihn lange in die Augen und half ihm anschließend dabei sich anzuziehen.
Es war nicht gerade einfach, die dunkelhaarige Aurorin wollte ihren Freund nicht mehr als nötig weh tun, nein, eigentlich wollte sie ihm überhaupt nicht weh tun aber das gelang ihr nicht, dafür waren seine Verletzungen zu schwer also doch nur so wenig wie möglich weh tun.
Ihr Blick glitt während dieser Ankleideaktion immer wieder hinauf zu Sams Augen und sie konnte nur zu gut verstehen, wie es ihm gerade ging. Er hatte seinen Stolz und musste sich wahrscheinlich sehr anstrengen eben diesen herunter zu schlucken und sich von ihr helfen zu lassen. Sie hätte es zumindest machen müssen und wusste nicht, ob es ihr gelungen wäre. Aber etwas Gutes hatte diese Aktion zumindest: Die Wut in ihr flaute immer mehr ab und sie wurde wieder ruhiger.
Nachdem sie fertig waren und gemeinsam auf den Heiler warteten, sah Cai dem anderen Auror noch einmal für eine ganze Zeit tief in die Augen und küsste ihn anschließend. „Ich liebe dich“, flüsterte sie leise, nachdem sie sich von ihm gelöst hatte, mit ihrem Gesicht aber trotzdem noch recht nah an seinem war, „Und wir schaffen das, was kommen wird, gemeinsam.“ Anschließend entfernte sie sich wieder von ihm und ging hinüber zum Fenster, ließ ihren Blick noch einmal über die verschneiten Dächer gleiten.
Als der Heiler wieder eintrat, ging sie zu ihm hinüber, verkniff sich dabei einen Kommentar von ihrer Seite und hörte ihm genau zu um sich ja nichts Falsches zu merken. Sie nickte an den entsprechenden Stellen und als der Heiler fragte, ob sie noch irgendwelche Fragen bezüglich der Tränke hatte, schüttelte sie den Kopf und verstaute die Tiegel und Phiolen vorsichtig in einer Tasche und sah anschließend zu Sam, der in diesem Augenblick etwas unterschrieb und stellte sich neben ihn.
„Aber natürlich“, sagte sie dann ungefähr genauso kühl wie der Heiler als dieser noch ein letztes Mal seine Stimme an sie richtete und anschließend verließen die beiden Auroren das Krankenzimmer um hinunter in die Eingangshalle des St. Mungos zu gehen und von dort aus nach Hogsmeade zu apparieren.
„Kein Problem“, sagte sie, umschloss seine Hand mit der ihren und lächelte ihm dann zu, „Wir schaffen das.“ Kurz darauf verschwanden sie mit einem Plopp und tauchten gleich darauf in Hogsmeade in der Nähe des Knusperhauses wieder auf.
tbc » Winkelgasse | London ((nach einem Zeitsprung))
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Thema: 4.OG: Fluchschäden und Zauberunfälle |
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Cai && Sam
„Ja, ich habe ihn gestern gesehen, da haben sie recht“, sagte die dunkelhaarige Hexe und war dabei so ruhig und bestimmt, wie sie des öfteren tat, wenn sie jemanden von ihren Worten überzeugen wollte, „Und glauben Sie mir, ich bin vernünftig. Ich kenne diesen Mann sehr gut und Sie können mir glauben, dass er seine Ziele fest im Auge hat und nur selten von ihnen abweicht. Glauben Sie mir, in spätestens einer Stunde würden Sie sich wünschen, dass Sie ihn haben gehen lassen als sie noch die Chance dazu hatten. Er ist ein Kämpfer und er würde einen Weg finden, hier hinaus zu gelangen. Deswegen appelliere ich an Ihre Vernunft. Sie können ihn entlassen und uns noch einige Sachen mit auf dem Weg geben, an die wir uns besser halten sollen, damit es ihm irgendwann wieder besser geht, oder aber Sie können uns versuchen zu überzeugen, dass Mister Grey hier bleibt und anschließend gehen aber Sie können nicht von uns erwarten, dass wir auch wirklich hier bleiben.“
Sie sah hinunter zu Sam, nachdem sie die ganze Zeit dem Heiler in seine Augen geschaut hat um ihn von ihren eigenen Worten zu überzeugen, und selbst er konnte ihren Blick in diesem Augenblick wohl nicht unbedingt richtig deuten... noch nicht einmal sie selbst konnte in diesem Augenblick sagen, was sie fühlte und dachte. Einerseits war sie wirklich der Meinung, dass es besser für Sam wäre, wenn dieser hier im St. Mungos Hospital bleiben würde. Aber andererseits wusste sie genauso gut wie er, dass er wirklich nicht so schnell aufgab und dass er wirklich alles machen würde um seine Tochter zu schützen und dafür aus diesem Gebäude zu gelangen. In dieser Hinsicht hatte sie also die Wahrheit gesprochen... Allerdings zweifelte sie doch ein wenig an ihrer Vernunft.
Für einen kurzen Augenblick erschien, als Sam darüber sprach, dass er es wohl eher mit Todessern aufnehmen könnte als mit ihr, ein Schmunzeln auf ihren Lippen, das aber sofort wieder verschwand als ihr Blick wieder auf Sam entzündeten Oberkörper traf. Ja, mit seinen Worten hatte auch der Auror durchaus recht. Sie liebte den Grey und sie würde alles tun, damit er sich nicht selbst schaden würde und sich dann auch mit ihm anlegen. Auch sie hatte einen Sturkopf, auch sie hielt an ihren Zielen fest und auch sie würde alles geben um diese zu erreichen und ihre Lieben zu schützen.
Ruhig mit ihrer undurchdringlichen Maske auf ihrem Gesicht beobachtete sie die Konversation zwischen dem Heiler und Sam und legte sich im Kopf schon einige Worte zurecht, die Sam bei seinem Vorhaben helfen könnten, die sie aber nicht mehr benötigen würde, da der Heiler nach einiger Zeit des Überzeugens einlenkte und sich wieder an die dunkelhaarige Aurorin wandte.
Sie verschränkte die Arme vor ihrem Oberkörper und nickte an den entsprechenden Stellen als es nötog war. Als Sam dann allerdings wieder anfing zu reden, war es wahrscheinlich überaus gut für ihn, dass es der Heiler war, der ihn unterbrach und nicht seine Freundin, die ihm zur gleichen Zeit nur einen mehr als funkelnden Blick zuwarf. Durch diesen einen Satz war sie auf 180° gekommen und stand kurz davor zu explodieren.
„Natürlich“, antwortete sie, sah dabei äußerlich ruhig aus, als sich der Heiler wieder ihr zuwandte und Sam kurz links liegen ließ, „Ich werde dafür sorgen, dass er hier vorbeischaut und Sie werden es nicht bereuen.“
Anschließend verschwand der Heiler aus dem Zimmer um einige wichtige Dinge zu holen und nachdem sie ihm kurz hinterher geschaut hatte, richtete sie ihren Blick wieder auf Sam. „Bevor du noch irgendwas sagst, lass es. Dir sollte nämlich zuerst eine Sachen bewusst werden: Ich tue das hier nicht zum Spaß. Wenn es der Vernunft nach gegangen wäre, hätte ich dir hier niemals raus geholfen und hätte dich wahrscheinlich eher noch selbst an dieses Bett gefesselt. Aber mir ist durchaus bewusst, was hier alles auf dem Spiel steht und auch wegen Dakota habe ich die Vernunft beiseite geschoben. Und wenn du mir jetzt dafür danken willst, lass auch das sein, ich bin nämlich in keinem Fall stolz darauf, dass ich dir hier geholfen habe und dass du jetzt hier rauskommst. Und ich schwöre dir: Du solltest dich wirklich eher mit den Todessern anlegen als mit mir.“ Für einen Moment herrschte Stille und dann fuhr sie fort, diesmal in einem etwas freundlicheren Tonfall und mit weniger Härte in ihrem Gesicht: „Und jetzt machen wir dich mal fertig, damit nicht jeder sofort sieht, wie angeschlagen und verletzt du bist.“ Oh ja, die dunkelhaarige Aurorin war sauer und es wäre ein ziemlicher Fehler gewesen, jetzt irgendein falsches Wort verlauten zu lassen aber sie hoffte auch, dass Sam sie verstanden hatte und half ihm nun dabei sich fertig zu machen bis der Heiler wieder das Zimmer betreten würde.
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Thema: 4.OG: Fluchschäden und Zauberunfälle |
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Cai && Sam
Sanft fuhr Caillean mit ihrer Hand über die Wangen von Sam, in der letzten Nacht hätte wirklich noch mehr passieren können und es wäre wirklich das Schlimmste gewesen, wenn Sam gestorben werden. Nicht nur für die dunkelhaarige Aurorin, sondern auch für alle anderen, denen Sam etwas bedeutete, sie selbst, Dakota und natürlich auch seine Schwester, Laura. Sie mochte die anderen Frau zwar immer noch nicht aber sie hatte in der heutigen Nacht, als sie in Hogsmeade gewesen war, doch ein wenig erkennen können, wie sehr ihr Sam wichtig war. Es waren natürlich nur kleine Hinweise gewesen, schließlich konnte auch Laura eine undurchdringliche Maske auf ihr Gesicht legen – das lag wahrscheinlich in der Familie Grey – und man konnte nur schwer etwas von den Gefühlen erkennen, die in der anderen Frau brodelten. Aber bei ihr gab es genauso wie bei Sam anscheinend auch manchmal Momente, in denen etwas durchschimmerte. Und so ein Moment war es gewesen als sie Sams Schwester erzählt hatte, was mit ihrem Bruder geschehen war.
Sie seufzte als sie wieder Sams Feststellung hörte, dass sie furchtbar müden sein müsste. „Ich denke mal, dass so drei bis zehn Liter ausreichen müssten.“, sie sah ihn noch einmal ernster an, „Mach dir um mich wirklich keine Gedanken. Ich habe wirklich schon schlimmere Nächte erlebt. Und ich habe auch gute Gene, wodurch das alles einfacher wird, schau dir meine beiden Brüder an, die haben in der Gringottsbank und auf dem Quidditchfeld auch immer einiges zu tun und sind auch noch nicht umgekippt.. Mein Vater ist Auror, meine Mutter arbeitet in der Mysteriumsabteilung. Also mach dir wirklich keine Sorgen um mich“
Aber ging es der dunkelhaarigen Aurorin wirklich so gut wie sie es Sam sagte? Gut, sie war müde und der Kampf gegen den Todesser war auch nicht gerade ohne gewesen aber ihr ging es wirklich gut. In dieser Hinsicht hatte sie die Wahrheit gesprochen, sie hatte schon schlimmere Kämpfe überstanden. Allerdings machte sie sich auch Sorgen, sie hatte nach dem Kampf nämlich eine Schwäche entdeckt, die wohl zu ihren größten gehörte: Sam. Es war bisher, wie schon öfter erwähnt, nicht unbedingt oft vorgekommen, dass sie jemand so nah an sich heran gelassen hatte wie Sam, es war noch nie vorgekommen, dass sie jemanden so geliebt hatte. Ihr wude nun immer mehr bewusste, dass man sie durch Sam empfindlich treffen könnte. Ja klar, Sam war natürlich schon ein erwachsener Mann und konnte sie auch sehr gut gegen alles mögliche wehren und somit war es doch ein wenig unwahrscheinlich, dass man sie auf diese Art schwächen könnte. Aber die Schwäche blieb trotzdem... Und auch Sam selbst könnte sie sehr verletzen. Aber war ihr nicht eigentlich auch schon früher klar gewesen, auf was sie sich bei einer Beziehung zu Sam einließ, auf was sie sich eigentlich bei jeder Beziehung einlassen würde? Bei so einer Beziehung musste man sich nun mal öffnen, damit sie funktionieren konnte.
Mehr Gedanken konnte sie sich in diesem Augenblick aber nicht mehr machen, da Sam in diesem Moment versuchte Cai zu untersuchen. Die Aurorin begann zu lächeln, etwas was sie in der letzten Zeit immer wieder tat, regelrecht zu strahlen. „Sam“, sagte sie und musste dabei auch lachen, „Hör bitte auf, das kitzelt und es kann auch jederzeit jemand reinkommen. Und mir geht es gut.“ Nachdem sie sich von Sam befreit hatte, sah sie ihn an, zwinkerte ihm zu. „Und ich glaube ich habe eher das Recht ihn umzubringen“, sagte sie mir hochgezogener Augenbraue aber immer noch mit einem Lächeln auf den Lippen, „Allerdings würde ich das als viel zu nett empfinden und jetzt beruhige dich.“
Und dann passierte das, was sie die ganze Zeit über schon befürchtet hatte: Sam versuchte sich wieder einmal aufzurichten um nach Hause zu gelangen. Sie hatte damit gerechnet und da sie genauso ein Sturkopf sein konnte, wie Sam es war, ließ sie sich von seiner festen Stimme und von seinem Blick nicht einschüchtern. „Ich kann dich verstehen“, sagte sie als sie noch versuchte Sam daran zu hindern aufzustehen und während er ebenfalls sprach, „Aber ich glaube eher, dass du Dakota im verletzten Zustand eher schaden könntest als sie zu beschützen. Weißt du, was du bei dem Kampf alles abbekommen hast? Es war einiges und du bist dem Tod auch nur knapp entronnen. Als ich dich da liegen gesehen habe, bewusstlos, dachte ich für einen Augenblick, dass du deine Augen nicht mehr aufschlagen würdest. Und jetzt willst du dich schon wieder in den Kampf stürzen?“ Sam hatte zwar gesagt, dass er auch in Hogsmeade rumliegen könnte aber sie kannte den Auror inzwischen auch ein bisschen. Er würde zwar auch versuchen Ruhe zu bewahren und zu genesen aber irgendwann würde er auch wieder aufspringen und das könnte bei seiner manchmal nicht so lange anhaltenden Geduld aber auch ziemlich bald sein und deswegen machte sie sich Sorgen.
Erst als der Heiler das Zimmer betrat, hörte Caillean auf Sam zu behindern und sah den Mann an, wie er sich Sam näherte und ihn zurück ins Bett drückte. Während er sich um seinen Patienten kümmerte, hatte die dunkelhaarige Hexe eine kurze Verschnaufpause in der sie ihre Gedanken ordnen konnte. Dakota war in Gefahr aber sie war in diesem Augenblick nicht alleine, da ihre Tante bei ihr war, die sich auch um sie kümmern würde – und wenn Laura vom Charakter und Können nur halb so war wie ihr Bruder, war die kleine blonde Hexe garantiert in guten Händen und sicher – allerdings konnte sie Sam auch verstehen. Die de Moivre rief sich all die Worte, die Sam an sie gerichtet hatte noch einmal zurück in Erinnerung und sah dann Sam an. Sie sah noch einmal den sorgenvollen Blick, den sie heute schon mehrmals in seinen Augen gesehen hatte und jetzt sah sie auch wieder den hilfesuchenden, fast schon flehenden Blick als er zum Heiler meinte, dass er wirklich nach Hause musste.
Sie trat wieder näher heran, biss sich dabei noch mal geschlossenen Mund auf die Innenseite ihrer Lippe und sah anschließend den Heiler an. „Hören Sie“, begann sie und sprach mit so einer festen Stimme, wie Sam sie gerade bei ihr gehabt hatte und sah den Heiler dabei auch mit einem Blick an, der bei jedem anderen jeden Widerspruch im Keim erstickt hätte, „Es gibt wirklich einige ziemlich wichtige Dinge, die wir noch erledigen müssen und ich wäre ihnen ziemlich dankbar, wenn sie Mister Grey entlassen würden. Ich werde auf jeden Fall dafür sorgen, dass er sich nicht anstrengt und genügend Ruhe gönnt. Und glauben Sie mir, wenn er nicht auf mich hört, wird er sich wünschen, dass er dieses Zimmer niemals verlassen hätte.“ Die letzten Worte hatte sie zwar immer noch an den Heiler gerichtet aber gleichzeitig waren sie auch für Sam bestimmt gewesen, der dies wahrscheinlich auch sehr gut bemerkt hatte.
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Thema: 4.OG: Fluchschäden und Zauberunfälle |
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Cai && Sam
Während Cais Blick auf Sam ruhte, fragte sich die Aurorin, was in diesem vor sich ging. Sie bezweifelte, dass ein Teil von ihm wirklich schon aufgegeben hatte sich aufzurichten, ja sie bezweifelte es wirklich. Wahrscheinlich redete ein Teil seines Verstandes auf ihn ein, dass er es wieder und immer wieder versuchen sollte aufzustehen, seinen Zauberstab zu nehmen, vielleicht noch einen Umhang überzuwerfen und dann nach Hogsmeade zu apparieren. Die dunkelhaarige Hexe glaubte sogar, dass dies der größte Teil des blonden Aurors war. Aus diesem Grund war sie weiterhin auf alles gefasst, besonders auf weitere 'Fluchtversuche' ihres Freundes.
Aber trotz allem war noch ein für Sam durchaus sichtbarer Blick in ihren Augen zu sehen. Auch wenn diese wahrscheinlich recht müde aussahen – zumindest konnte sie sich vorstellen, dass der Grey dies sehen konnte – zeigten sie auch deutlich, wie sehr sie Sam liebte und was für Sorgen sie sich in den letzten Stunden um ihn gemacht hatte.
Sie half ihm erneut beim Trinken, nachdem er auf das Glas gedeutet hatte, und ließ sich anschließend von ihm näher an sich heran ziehen, drückte dabei leicht seine Hand. In seinen Augen konnte sie auch die Gefühle erkennen, die er in ihr hervor brachte und ein Lächeln huschte über ihr Gesicht als sie sich an gewisse Ereignisse der vergangenen Wochen erinnerte, die kühle Distanziertheit, die anfangs zwischen den beiden geherrscht hatte, die Auseinandersetzungen, besonders an die nachdem das erste Mal Sams Schwester wieder in seinem Leben aufgetaucht war. Ja, die würde sie nur schwer vergessen können, schließlich hatten sie sich während der Auseinandersetzung zum ersten mal geküsst.
Liebevoll berührte sie die Hand, die ihr sanft über die Wange strich und sah ihn dabei weiterhin an.
„Fast die ganze Nacht“, antwortete sie ihm, „Nachdem ich dich und den Dude hierher gebracht hatte, warst du noch einmal kurz wach geworden und hast mir noch mal mitgeteilt, dass ich Laura sagen soll, dass sie mit den Kindern das Haus nicht verlassen darf. Als mir die Heiler mitgeteilt haben, dass du außer Lebensgefahr seist aber in den nächsten Stunden nicht aufwachen würdest, bin ich zurück nach Hogsmeade und habe deine Nachricht weitergegeben. Und ich denke sie wird auf jeden Fall mit den beiden im Haus bleiben. Also mach dir keine Sorgen. Aber seitdem ich wieder hier bin... ja, seitdem war ich an deiner Seite.“
Mit der freien Hand fuhr sie ihm über das Gesicht und wieder kam die Sorge zurück in ihr Gesicht. Zwischenzeitlich hatte ein Teil von ihr wirklich befürchtet, dass sie Sam verlieren würde. Ein kleiner Teil nur, schließlich war sie sich die meiste Zeit immer sicher, in allem was sie tat und dachte und sie war sich sicher, dass die Heiler schon gut für Sam sorgen würden. Aber ein Teil hatte trotzdem Angst gehabt, dass er wieder aus ihrem Leben verschwinden würde und zwar für immer. Es war der wohl menschlichste Teil in ihr, der so dachte, der Teil der nicht ganz so stark war wie die anderen, der Verletzliche.
„Um mich brauchst du dir keine Sorgen zu machen“, sagte sie, während sie ihm dabei hilf sich aufzurichten, „Ich habe schon schlimmeres erlebt und es gab auch Nächte in denen ich nicht geschlafen habe, in denen es turbulenter zuging. Ich werde es also überleben. Ein starker Kaffee und ich bin wieder die Alte.“ Nachdem sie ihm dabei geholfen hatte, drückte sie ihm einen leichten Kuss auf die Stirn und sah ihn mit einem aufbauenden Blick an.
Sie hörte ihm zu als er ihr erzählte, was zwischen ihm und dem Todesser für Worte gefallen waren und ihr Magen krampfte sich ein wenig zusammen als davon erzählte, dass Miriam auf dem Befehl des Todessers umgebracht wurden war. Anscheinend gab es wirklich keine Zufälle, alles folgte einem System, einem System, das sie erst so langsam erkennen konnten... und die dunkelsten Befürchtungen schienen sich zu bewahrheiten.
Als er sie fragte, ob er fast tot gewesen sei, nickte sie nur, in diesem Augenblick hatte sich der kleine Teil von ihr fast bis an die Oberfläche bugsiert und sie konnte ihn nur mit Mühe zurück halten, sie wollte jetzt stark sein, wollte Sam so helfen und das konnte sie nicht, wenn es in ihrem Kopf drunter und drüber ging und er sich wegen einiger ungeschickt gewählten Worte ihrerseits auch noch Gedanken machen musste.
„Nein, leider nicht“, versuchte sie ihre sarkastische Ader wieder irgendwie rauszukramen, „Er ist genauso wenig gestorben wie der andere Mistkerl. Naja, vielleicht ein bisschen mehr. Ich habe ihn zwar nicht gesehen aber der dritte von ihnen ist zu meinem kleinen gekommen und hat gesagt, dass es zuende sei. Ich schätze mal, dass du ihm auch zugesetzt hast. Gut gemacht.“
Zumindest ein bisschen hatte sie den kleinen Teil wieder zurückdrängen können, man konnte nämlich wieder einen spöttischen Unterton bei manchen ihrer Wörter hören.
„Nachdem die Todesser verschwunden waren, bin ich zu dir rüber und habe dich zusammen mit Lebowsky hierher gebracht“, beantwortete sie seine Fragen, „Es waren sofort Heiler zu Stelle und kurz danach kamen auch ein paar Ministeriumsmitarbeiter, denen ich auch einiges erklären musste, während sich die Heiler um euch gekümmert haben. Anschließend hat man meine Kratzer behandelt und ich bin nach Hogsmeade. Und den Rest kennst du. Und der Dude ist noch nicht aufgewacht... aber er hat auch so einiges abbekommen, daran liegt das wohl.“
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Thema: 4.OG: Fluchschäden und Zauberunfälle |
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Cai && Sam
Immer noch stand der Kopf der jungen Aurorin nicht still. Bilder von maskierten Todessern, kopflosen Wasserdrachen, den beiden Grey-Kindern und Sam rasten in ihm umher. Was war das nur für eine Nacht gewesen? Eine Nacht, die einem ziemlich gut Kopfschmerzen bereiten könnte – im Moment schmerzte Caillean allerdings eher nur die Sectumsepra-Wunde, die zwar nach ihrem Eintreffen auch behandelt worden war, genauso wie die anderen Kratzer, die sie während des Kampfes erhalten hatte, die aber doch einen bleibenden Eindruck auf den Körper der dunkelhaarigen Frau gelassen hatte – da so viel passiert war. Ok, ein Kampf gegen die Todesser war abzusehen gewesen, schließlich wusste man ja schon seit geraumer Zeit, dass sie eine Bedrohung darstellten würden. Aber die Sache mit Dakota, Emily und diesem Pferd bzw. Drachen im Wald... warum waren die beiden Kinder nicht im Haus geblieben? Warum mussten sie sich ausgerechnet in der Nacht nach draußen schleichen? Ihr war klar, dass Kinder nun mal so waren, sie selbst war in diesem Alter ja nicht anders gewesen, aber zumindest Dakota wusste doch, dass da draußen Gefahren auf sie lauerten und schließlich war die Geschichte mit dem Dolch noch nicht allzu lange her.
Die Aurorin wurde allerdings aus ihren Gedanken gerissen als Sam begann sich leicht zu bewegen. Sie hatte auf ein anderes Lebenszeichen außer seinem Atem gewartet, irgendwie fühlte sie sich nicht wohl dabei ihn dort so leblos zu sehen, eher sorgte dies dafür, dass sie sich noch mehr Sorgen machte als es eh schon der Fall war. Und dies zeigte ihr mal wieder, wie sehr sie den blonden Grey liebte, ein Gefühl, das ihr bis dahin vollkommen unbekannt gewesen war. Natürlich hatte sie vor Sam auch schon Beziehungen gehabt aber die waren doch eher oberflächlicher Natur gewesen. Oder kam es ihr im Moment vielleicht nur so vor, dass sie dachte noch nie so eine Beziehung geführt zu haben, da sie zumindest einen kleinen Teil der Welt durch eine rosarote Brille betrachtete?
Wie dem auch sei, Sam bewegte sich und brachte die dunkelhaarige Hexe wieder in die Gegenwart zurück. Es waren zwar nur minimale Regungen aber die Sinne der Aurorin waren trainiert und sie bekam sie relativ schnell mit. Ihre Augen huschten zu ihrem Freund und ihre kalten Hände umschlossen seine Hand, die sich irgendwie für einen kurzen Augenblick zur Faust geballt hatte. Sie hoffte, als sie bemerkte, dass sich seine Augen für einen winzig kleinen Moment geöffnet hatten, dass er aufwachen würde aber diese Hoffnung wurden zumindest jetzt noch enttäuscht.
Nach weiteren Minuten des Wartens, erhob sich die junge Frau und ging hinüber zu dem kleinen Fenster, das noch immer das Bild von verschneiten Dächern zeigte und kurz darauf waren ihre Gedanken wieder bei den Ereignissen der letzten Zeit, die sie zu analysieren versuchte um den ganzen Zusammenhang in ihnen zu sehen.
Sie wusste nicht, wieviel Zeit vergangen war als sie sich wieder auf dem Stuhl nieder ließ und ihr Blick müde zu Sam hinüber ging. Sie hatte in der Nacht nicht wirklich geschlafen, wie auch, schließlich hatten ihre Gedanken keinen Stillstand eingelegt. Mit ihren Fingern massierte sie ihre Schläfen, sah kurz auf die Uhr und anschließend wieder zurück zu Sam, der in diesem Augenblick mit den Augen blinzelte. Erleichterung durchströmte ihren müden Körper, es war beruhigend zu sehen, dass er seine Umgebung wahrnehmen und mit ihr, wenn auch so gekrächzt, dass sie es nicht verstehen konnte, kommunizieren konnte.
Schnell setzte sie sich auf die Kante des Bettes als er seine Augen wieder kurz schloss und hielt ihm ein Glas Wasser, als er sie wieder öffnete, an die Lippen. „Trink“, sagte sie ruhig, „Glaub mir, es wird dir helfen auch wenn es nur Wasser ist.“
Als er eine ihrer Hände nahm und sie mit der anderen seinen Kopf streichelte, war sie wirklich erleichtert, da es ihm gut ging – zumindest so gut, wie es im Moment für ihn möglich war – und er ruhig war, auch wenn es genügend Dinge gab, die ihn beunruhigen könnten. Allerdings hatte sie sich in dieser Hinsicht zu früh gefreut, da er gleich darauf die Augen aufriss und nach seiner Tochter fragte, warum mussten Erinnerungen immer dann über einen kommen, wenn man eigentlich Ruhe brauchte?
„Ihr geht es gut, bleib ruhig“, sagte sie bevor er anfing für sie leicht zusammenhangloses Zeug von sich zu geben und er sich kurz darauf aufrichten wollte. „Sam“, sagte sie bestimmt und wollte ihn wieder ins Bett drücken, wo er allerdings gleich darauf auch wieder landete, da die Schmerzen zu groß waren und sein Körper nicht mitspielte, „Es geht Dakkota gut. Sie ist in Hogsmeade, schläft dort genauso wie Emily und Laura passt auf sie auf. Und sie bleiben auch im Haus. Verstehst du mich? Sie sind in Sicherheit. Und der Dude auch, er ist auch hier im St. Mungos und jetzt bleib liegen.“
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Thema: 4.OG: Fluchschäden und Zauberunfälle |
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23. Oktober 2011
Cai && Sam
cf » London/Altes Lagerhaus
Seit dem Kampf gegen die Todesser waren inzwischen einige Stunden vergangen und Cai saß müde auf einem recht ungemütlichem Stuhl im St. Mungos Hospital, in das sie Stunden zuvor mit Sam appariert war. Ihr Blick ging nach draußen. Die wenigen Dächer, die man aus ihrer Position erkennen konnte, waren mit einer weißen Schicht überzogen, während sie bei Sam gewesen war, war dort draußen, in der mehr als nur kalten Welt feiner Schnee von oben herab gefallen. Man konnte Caillean de Moivre als Winterkind bezeichnen, schließlich war sie am Heiligen Abend geboren worden und das war schließlich ein Wintertag, aber Schnee mochte sie nicht so wirklich, Eis war sogar noch schlimmer und sie war froh, dass es für Wege gab, dieses zu umgehen und sei es nur mit einem einfachen Schmelzzauber.
Nachdem ihr Blick einige Zeit draußen verweilt hatte, ging er wieder zurück zu ihrem Freund, Samuel Grey, und blieb dort einige Zeit. Sie hatte Sam hierher gebracht, nachdem sie gesehen hatte, in was für einem Zustand er sich befand. Der Kampf mit dem Todesser war zu diesem Zeitpunkt schon zuende gewesen. Der andere Todesser (nein, nicht der mit dem Samuel gekämpft hatte), war plötzlich neben ihrem Gegner aufgetaucht und hatte diesem mitgeteilt, dass es Zeit sei zu gehen. Die dunkelhaarige Aurorin hätte diese kleine Ablenkung für sich nutzen können aber der Kampf mit dem Todesser hatte gezeigt, dass er nicht so einfach zu besiegen war. Nicht nur die Worte, die er zu ihr gesprochen hatte, waren drohend gewesen, nein auch die Flüche, die sie aufeinander abfeuerten. Caillean war zwar eine Aurorin und Mitglied des Phönixordens, eine Kämpferin für das Gute, aber sie kannte auch einige Flüche, die weniger schöne Folgen haben könnte – schließlich war sie nicht umsonst eine Slytherin gewesen, was zeigte, dass sie auch eine etwas... dunklere Seite haben könnte (und damit war nicht nur der Sarkasmus gemeint, den sie manchmal an den Tag legte) – und da auch ihr Gegner solche beherrschte (sogar noch mehr als sie, was allerdings nicht sehr verwunderlich war), war es doch ein wenig schwieriger geworden. Und somit wäre es auch schwer gewesen, ihn während der Zeit der Ablenkung zur Strecke zu bringen. Zudem war auch sie abgelenkt gewesen, abgelenkt durch das, was sie dort sah – bzw. eigentlich auch nicht sah – wo die anderen beiden Zauberer duellieren sollten. Eine Staubwolke hatte sich dort inzwischen über die Szenerie gelegt und sie konnte nicht erkennen, wo ihr Freund war. Sie hatte zuvor noch einen Schrei gehört, der von dem anderen Auror gekommen war, aber nun hörte sie nichts mehr, nur noch das Rascheln der Umhänge der beiden Todesser.
Mit einem unguten Funkeln in den Augen hatte sie den Todesser angesehen als dieser seine Aufmerksamkeit wieder voll auf sie richtete, ein Blick, der zum Teil aber auch die Sorge verbergen sollte, die sich inzwischen leicht hinter der Maske bemerkbar machte. Sie machte sich Sorgen um Sam, er war schließlich nicht nur ihr Kollege, er war ihr Freund, die Person, die sie liebte und der sie eigentlich alles anvertrauen konnte.
„Ich freue mich schon darauf“, sagte sie noch zu ihrem Gegner, bevor dieser mit einem Ploppen verschwand. „Mistkerl“, fügte sie noch hinzu als dieser verschwunden war, richtete ihre Aufmerksamkeit aber dann wieder voll und ganz auf Sam und lief schnellen Schrittes in die Ecke, in der die ihn zuletzt gesehen hatte.
„Sam“, entkam ihren Lippen als sie eben diesen auf dem Boden liegen sah. Er war nicht mehr bei Bewusstsein und sie hatte auch erkennen können, dass sein Körper ziemlich... lädiert war und er schleunigst medizinische Hilfe benötigte. Mit einem Plopp verschwand auch sie aus dem alten Lagerhaus, nachdem sie den bewusstlosen Wahrsagelehrer und ihren Freund irgendwie in die Reichweite ihrer Arme gebracht hatte, und erschien wenige Sekunden später in den dafür vorgesehenen Einrichtungen in der Empfangshalle des St. Mungos. Es war mitten in der Nacht gewesen, dennoch waren sofort Medihexen bei ihnen gewesen, die Sam und natürlich auch dem Dude halfen. Sein Zustand war kritisch gewesen, dennoch hatte er wie durch ein Wunder noch einmal die Augen geöffnet und Caillean eindringlich angeschaut und ihr gesagt, sie solle Laura sagen, dass sie mit den beiden Kindern das Haus nicht verlassen sollte. Anschließend hatte er die Augen wieder geschlossen und sie seitdem noch nicht wieder geöffnet.
Da man Caillean mitgeteilt hatte, dass es noch dauern würde, bis dies wieder geschehen würde, war die dunkelhaarige Aurorin wieder zurück nach Hogsmeade zum Knusperhäuschen appariert, wo sie Laura getroffen hatte, die noch wach in der Küche saß. Die Aurorin hatte keinen Hehl draus gemacht, dass sie Sams Schwester nicht ganz traute und nicht so wirklich mochte und dieser ging es wahrscheinlich auch nicht anders aber Sam traute ihr, zumindest jetzt noch, und sie selbst konnte sich in diesem Moment nur darauf verlassen, da sie selbst nichts anderes machen konnte. Kurz hatte sie der Hexe erklärt, was vorgefallen war und hatte gleichzeitig auch erfahren, dass die beiden Mädchen an diesem Abend auch einiges erlebt hatten. Laura hatte die beiden draußen gefunden, kurz nachdem die beiden Auroren aufgebrochen waren, hatte sie festgestellt, dass die Mädchen verschwunden waren und war losgezogen um sie zu suchen. Allerdings hatte sie die beiden erst gefunden, nachdem ihr ein kleines Licht den Weg gewiesen hatte. Jetzt lagen die beiden in Dakotas Bett ((ooc: magisch vergrößert, wenn es zu klein sein sollte)), wovon sich Cai auch überzeugte. Erst als sie sich sicher war, dass mit Dakota alles in Ordnung sei (zumindest so sehr in Ordnung, wie es im Moment möglich war), war sie mit Laura wieder in die Küche gegangen und hatte mit ihr gesprochen und ihr auch noch mehrmals gesagt, dass sie mit Dakota und Emily das Haus nicht verlassen sollte.
Nachdem sie weitere Worte gewechselt hatten, war sie wieder nach London appariert und saß nun neben dem Bett. Sie wusste nicht, ob sie das richtige getan hatte als sie Laura, Dakota und Emily in Hogsmeade zurück gelassen hatte, eigentlich schrie alles in ihr danach Dakota nicht bei ihrer Tante zu lassen, aber es war die einzige Möglichkeit gewesen... Außerdem vertraute Sam doch seiner Schwester, oder?
Dennoch... diese Sache im Wald...
Hoffe mal, dass das der richtige Ort ist, ich wusste nämlich nicht wohin mit dem Beitrag und ich hoffe auch, dass da alles wichtige drin ist und der Beitrag nicht allzu durcheinander ist >.<
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Thema: Altes Lagerhaus |
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07.01.2009 17:47 |
Forum: London |
„Ich glaube dennoch, dass es noch ein wenig dauern wird, bis er die Möglichkeit haben wird, sich darüber zu beschweren“, flüsterte sie noch und wollte in dieser Beziehung anscheinend das letzte Wort haben, „Armes Ding....“ Aber so schnell ihre sarkastischen Kommentare auch aus ihrem Mund entfleucht waren, so schnell konzentrierte sie sich auch wieder auf ihre Umgebung. Wo zwei Todesser auf sie zukamen, konnten bei weitem noch mehr kommen, so wie sie es zuvor gegenüber Samuel schon richtig erkannt hatte.
Nachdem sie die beiden bewusstlosen Todesser wie Rollmöpse in einer dunklen Ecke verstaut hatte, setzten die beiden Auroren in der 'Burg' des Feindes ihren Weg fort, denn Sam hatte recht: Irgendwo hier war Professor Lebowski – „Ok, der Dude“, ermahnte sie sich noch einmal in Gedanken – und sie durften nicht zögern, da sonst ein weiteres Leben in diesem sinnlosen Krieg auf dem Spiel stand und ausgelöscht werden konnte.
Zusammen mit Sam ging sie durch das von außen betrachtete doch recht unscheinbare Lagerhaus, welches im Inneren aber ganz anders aussah. Wieder mal konnte man hier erkennen, was man mit Magie alles erreichen konnte, es gab vergrößerte Zelte, vergrößerte Räume, ja sogar magisch vergrößerte Autos – sie hatte da mal so eine interessante Gesdchichte über Arthur Weasley und einen Ford Anglia gehört – warum sollte es dann nicht auch dieses Lagerhaus von innen ganz anders aussehen als man es von außen erwarten würde?
Die dunkelhaarige Aurorin bewegte sich neben Sam vorsichtig, sie hatte schon mehr als einmal feststellen müssen, dass mit den Todessern (bzw. Schwarzmagiern) nicht zu spaßen war und dass sie Meister auf dem Gebiet des Hinterhalts waren. Allerdings wurde sie an diesem Ort ein wenig enttäuscht, da kein weiterer Todesser ihren Weg kreuzte. Die Dunkelhaarige wurde durch diese Tatsache doch ein wenig unruhiger. Würde das bedeuten, dass sie zu spät kamen?Waren die restlichen Todesser schon verschwunden, da es hier für sie nichts mehr gab, da man Lebowski getötet hatte? Oder hatte man sie inzwischen entdeckt – was bei der Hageleiskruste draußen ja auch nicht allzu schwer sein konnte, außerdem gab es in diesem Gebäude wahrscheinlich auch noch andere Möglichkeiten, wie man Eindringlinge ausfindig machen könnte – und würde man irgendwann in einem Hinterhalt auf sie warten? Alle Todesser auf einem Haufen gegen die beiden Auroren... wenn das der Fall wäre, wäre es nicht verwunderlich, wenn es heute mehr als einen Verlust geben würde – wenn man das ganze mal von der pessimistischen Seite betrachtete, was Caillean allerdings manchmal tat.
Sie waren nun in einem Raum mit mehreren Gefängniszellen angelangt und Cai gingen ungefähr die gleichen Gedanken durch den Kopf wie Sam. Ihre Nackenhaare stellten sich auf als sie das Innere der Zellen betrachtete, wie konnte man Menschen nur so einem jämmerlichen Schicksal überlassen? Noch immer das Bild im Kopf, welches sich ihre Fantasie zusammengeschustert hatte, betraten die beiden nun den nächsten Raum, der der komplette Gegensatz des letzten Raums – eigentlich schon des ganzen bisherigen Lagerhauses – war. Schreibtische? Warum um alles in der Welt standen hier Schreibtische? Hatten sie schon wieder so einen kranken Ort der Todesser gefunden? „Ja, Cai, haben wir. Erinnere dich doch einfach mal an die Zellen. Das sagt doch schon alles...“, dachte sie und konnte sich im nächsten Moment nur noch vor einem roten Fluch retten. „Warum eigentlich rot? Die sind doch angeblich sonst nicht so zimperlich und lassen gleich Todesflüche auf einen los“, dachte sie sich währen sie bemerkte, dass diesmal Sam alleine den Todesser schockte und sie ihn anschließend wieder wie einen Rollmops einwickelte.
Auch der nächste Raum war wieder anders als der zuvorige. In diesem Raum umfing sie sofort Dunkelheit, sodass man kaum mehr die Hand vor Augen erkennen konnte, und auch eine eisige Kälte, scheinbar noch kälter als die arktische Kälte, die die Welt außerhalb des Lagerhauses unter einen Mantel der Starre deckte, umgab die beiden. Schon bevor Sam zischend das Wort 'Dementoren' hervorbrachte, war ihr klar, um was es sich handeln würde. Auch mit Dementoren kannte sie sich aus, hatte in der Theorie schon einiges über sie gelesen. Allerdings, und das war der Knackpunkt bei der ganzen Geschichte, hatte sie noch nie einem im Kampf gegenüber gestanden und schon gar nicht mehreren von der Sorte. Die schlimmsten Erinnerungen drangen in ihren Kopf und aus ihrem Zauberstab entkam statt eines körperlichen Patronus in diesem Augenblick nur weißer, heller Nebel, der aber nicht die ihr bekannte Form annahm. „Komm schon, du schaffst das, denk an das Glücklichste, was dir einfällt“, sprach sie sich in Gedanken Mut zu und dieses Mal wollte es gelingen und die beiden Auroren schafften es gemeinsam die Dementoren in die Flucht zu schlagen und Cai war unendlich dankbar dafür, dass sie Sam an ihrer Seite hatte.
Sie wollten gerade gemeinsam durch die nächste Tür gehen als ihnen diese mit einem lauten Knall entgegenflog, anscheinend hatte man sie wirklich schon erwartet. „Na toll...“
Helles Licht erstrahlte in dem Raum,wodurch Cai geblendet wurde, Sam würde es da wahrscheinlich ähnlich ergehen. Als sie sich an das Licht gewöhnt hatte, konnte sie drei Todesser ausmachen, von denen der eine auch sogleich mit dem Angriff begann und den beiden einen Fluch entgegen schleuderte, durch den sie sich wohl oder übel trennen mussten.
Nach dieser Aktion stand sie dem kleineren der beiden noch stehenden Männer gegenüber, der aber anscheinend ein paar Zentimeter größer war als sie. Sie wollte sich daran allerdings nicht stören, so konnte er sie wenigstens ein bisschen unterschätzen... möglicherweise. Und anscheinend tat er das auch leicht, so wie sich seine Worte anhörte, die er nun zu ihr sprach. „Hmm... eine schwierige Wahl“, sagte sie ein wenig gespielt nachdenklich, „Ich denke mal, dass ich wohl lang und qualvoll nehmen würde. Hast du mehr Spaß daran, Kleiner, und ich denke mal, dass ich mich in der Zeit auch revanchieren kann.“
Allerdings war nun nicht die Zeit zum Reden, da schon der erste Fluch auf sie zuflog. Sie versuchte sich flink wie ein Wiesel davor in Sicherheit zu bringen, allerdings war der Gegner nicht gerade langsam und so hatte sie ein wenig Pech und eine Wunde an ihrem Arm. Zum Glück war sie recht schnell gewesen und auch der Umhang hatte ein wenig abfangen können. Trotzdem war es ärgerlich, da die Wunde ohne die richtige Versorgung erstmal nicht aufhören würde zu bluten, selbst wenn sie nur klein war.
Als Reaktion schickte sie einen Feuering auf ihren Gegner, ging in ihrem Gedächtnis diverse andere Flüche und Gegenflüche durch
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Thema: Altes Lagerhaus |
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24.12.2008 01:35 |
Forum: London |
(Laura &&) Cai && Sam
cf » eigentlich aus Hogsmeade aber mein letzter Beitrag war im Knusperhäuschen
Was für eine Tag! Es war zwar während des Hogsmeade-Ausflug der Schüler von Hogwarts nichts weiter vorgefallen, was besonders tragisch gewesen wäre aber der Tag war trotzdem stressig. Und kalt, sehr kalt. Caillean de Moivre war während des Tages zusammen mit einem weiteren Auroren – Ja, man hatte ihr wieder einen Partner zugeteilt... zwar einen, mit dem sie auch klar kam aber in ihren Augen war es doch ein klein wenig nervig einen Partner zu habe auch wenn es sich bei Sam als Glücksgriff herausgestellt hatte – durch die Straßen von Hogsmeade und auch durch die Umgebung des kleinen Dorfes gegangen, immer auf der Suche nach irgendetwas, was ihnen merkwürdig erschien. Zum Glück war nichts geschehen, ob dies tatsächlich an den erhöhtem Sicherheitsaufgebot lag oder daran, dass die Todesser andere Ziele hatten, konnte sie nicht sagen aber es würde sie nicht wundern, wenn das Letztere der Fall sein sollte, sie bezweifelte, dass die Todesser sich von den Sicherheitsmaßnahmen abschrecken ließen, schließlich hatten sie in diesem Jahr schon mehr als nur einmal gezeigt, dass sie nicht mehr so waren wie die alten.
Und nun war sie wieder im kleinen Häuschen von Sam, Dakota und ihr zurück gekehrt und nur sehr sehr wenige Sachen deuteten darauf hin, dass der Tag besser werden würde... eigentlich keine so wirklich. Sam lag scheinbar bewusstlos mit dem Kopf auf ihren Knien und blutete aus der Nase und keine der beiden Frauen – Ja, seine Schwester, der Caillean heute eigentlich hatte entgehen wollen, war noch da – wusste, warum der Auror so plötzlich ohnmächtig geworden war. Langsam schlug ihr Freund nun wieder seine Augen auf und eine gewisse Erleichterung machte sich in Caillean breit, eine Erleichterung, die allerdings wieder verschwand als er das Wort Vision krächzte. Zwar hatten sie nun einen Grund dafür, warum der Grey plötzlich zusammen gesackt war aber schon die letzte Vision hatte nicht wirklich etwas Gutes verhießen, da sie so erfahren hatten, dass Dakota in großer Gefahr schwebte. Einerseits war es zwar gut, dass sie das jetzt wussten, so konnten sie das kleine Mädchen ja schließlich schützen, aber andererseits war es auch grausam, da nun immer dunkle Wolken über ihnen schweben würden.
Skeptisch sah sie Sam an als dieser kurz erklärte, was grob in seiner Vision vorgefallen war als er sich aufrappelte und sie und auch Laura ihm dabei halfen. Sie kam nicht umhin zu der anderen Frau zu schauen als Sam an der Spüle stand und sich ein Glas Wasser nahm. Ihr fiel dabei auf, dass die junge Hexe sie ebenfalls ansah und bemerkte auch, dass sie ebenfalls einen skeptischen Blick aufgesetzt hatte – allerdings schätzungsweise aus anderen Gründen, Cai sah ein wenig skeptisch drein, da sie Angst hatte, dass Sam wieder zusammenklappen könnte, seine Schwester wahrscheinlich eher wegen der Vision. Wusste Laura eigentlich etwas von der letzten Vision und auch was diese bewirkt hatte? Wusste sie von der Prophezeiung über Dakota? Und was hatte sich in den letzten Stunden überhaupt zwischen den beiden Geschwistern ereignet? Was hatte Sam ihr alles erzählt und was hatte sie ihm über erzählt? Waren sie näher darauf eingegangen, was vor sechs Wochen hinter den 3 Besen vorgefallen war oder hatten sie das vollkommen außen vor gelassen und hatten stattdessen in Erinnerungen an weit entfernte Zeiten gezogen?
Lange tauschten die beiden Frauen einen Blick aus, der auch erst unterbrochen wurde als Sam sich wieder zu den beiden umdrehte, ein Lächeln versuchte und dann versicherte, dass es ihm gut ging. Irgendwie wollte Caillean das in diesem Moment noch nicht so recht glauben... Die Augen der dunkelhaarigen Aurorin zogen sich zusammen als er erklärte, dass die Vision anscheinend von Lebowski – wie hieß er eigentlich mit Vornamen? - dem Professor für Wahrsagen gekommen war. Skeptisch zog sich eine ihrer Augenbrauen nach oben, konnte man Visionen überhaupt verschicken? Und vor allem: Warum an Sam? Ihre Hand legte sich allerdings um ihren Zauberstab als er die Todesser erwähnte, wie hätte es auch anders sein können? In letzter Zeit waren es ja immer die Todesser. Gut, dass sie ihre Sachen noch nicht richtig ausgezogen hatte... Sam würde Lebowski sofort zur Hilfe eilen wollen und das sah sie auch ein. Allerdings wollte sie nicht so einfach einsehen, dass Sams Schwester hier auf Dakota aufpassen würde. Die beiden Geschwister hatten sich so lange Zeit nicht gesehen und hatten eigentlich auch kein besonders gutes Verhältnis zueinander gehabt und jetzt sollte sich das innerhalb von einer so kurzen Zeit geändert haben? Aber er anscheinend hatte er ihr nicht mehr über Dakota erzählt – würde dies aber wohl noch tun wollen... Sie sah wie Laura ihrem Bruder leicht überrascht zunickte als dieser meinte, dass er später noch etwas erklären würde, ihm so signalisierte, dass sie auf Dakota aufpassen würde. „Na hoffentlich geht das mal gut...“, dachte sich die Aurorentochter als sie zusammen mit Sam das Haus verließ.
Aber darum konnte sie sich im Augenblick keine Gedanken mehr machen, es gab wichtigere Dinge – wichtiger, da Sam Laura anscheinend vertraute, schließlich vertraute er ihr Dakota an und da war die Sache mit Lebowski doch schon wichtiger – und sie hörte Sam zu während sie durch das kleine inzwischen wieder verlassenere Dörfchen rannten und er erzählte, was er gesehen hatte. Per Seite-an-Seite-Apparation kamen sie zu einem alten verlassenen Lagerhaus, in dessen Umgebung die Kälte, die sich schon in Hogsmeade festgesetzt hatte, aber auch festgesetzt hatte.
Sie sah hinüber zu Sam und fast wie auf ein geheimes und kaum sichtbares Zeichen setzten sich die beiden in Bewegung um das Lagerhaus zu betreten. Wie es zu erwarten war, war es nicht sonderlich einfach, dass Gebäude zu betreten, da sich die Tür zunächst nicht öffnen ließ, erst als Caillean ein leises „Alohomora“ gemurmelt und dabei den Zauberstab auf das Schloss gerichtet hatte, schwang das Tor mit einem leisen Quietschen auf. Die beiden Ministeriumsangestellten fanden sich nun in einem engen dunklen Gang wider, dessen Mauern mit alten Steinen gemauert waren. Beide hielten sie ihre Zauberstäbe erhoben in den Händen und das war auch gut so, denn schon nachdem sie einige Schritte gegangen waren und auf eine schwere Eichentür zugesteuert waren, öffnete sich diese und zwei Männer in Kapuzenumhängen traten ihnen entgegen. Caillean hatte schon mehrmals einem Todesser gegenüber gestanden (eine Begegnung hatte sich auch ziemlich gut in ihren Kopf eingebrannt), allerdings war dies nun das erste Mal, dass sie auch so aussahen, sie ihre Masken auf hatten, sich also auch als diese zu Erkennen gaben. Mit gezückten Zauberstäben kamen sie auf die beiden zu und vielleicht sorgte ihre maßlose Arroganz dafür, dass sie nicht gleich bei der ersten Möglichkeit die Flüche auf ihre Opfer, Sam und sie, losließen. Cai schaltete schnell und setzte einen mit einem gut gezielten „Stupor“ außer Gefecht, der zweite war allerdings ein wenig schwieriger, da auch er nun in Kampfposition gegangen war. Sein erster Fluch verfehlte die dunkelhaarige Aurorin nur knapp. Da sie in diesem Korridor nirgends in Deckung gehen konnten, rollte sie sich aus der Schusslinie und feuerte kurz darauf einen weiteren Stupor ab, der dann auch die gewünschte Wirkung hatte... Vielleicht sogar eine noch wirkungsvollere, da Sam im gleichen Augenblick, da er ja schließlich nicht untätig herum stand, einen Stupor abgefeuert hatte. Caillean richtete sich nun wieder auf und besah das Häufchen Elend, was nun da vor ihnen auf dem Boden lag. „Zumindest nicht wieder leicht matschig“, flüsterte sie leise in Sams Richtung, „Irgendwie war das zu einfach... Was jetzt? Wahrscheinlich werden noch mehr von der Sorte auftauchen...“
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